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Zu wünschen das es wohlgelingt 
Ist Sitte – Völkerbrauch. 
Drum in dem neuen Jahr ich bringe – 
Hier meine Wünsche auch. 
O neues Jahr sei reich an Segen – 
und reichlich arm an Not. 
Gott segne dich, das Volk zu pflegen, 
mit Geld – Gesundheit – Brot. 
Schenk ihm Gesundheit, Heldenstärke 
nur kein Feind und Krieg 
und fördere des Gerechten Werke 
zu stetem Ruhm und Sieg. 
Das Schwert lass stecken in der Scheide, 
die Sichel blinke nur, 
lass Friede sein, der Völker Freude, 
auf Vaterlandes Flur. 
Bei Tage gib uns Sonnenblicke 
Nachts Mond und Sternenschein. 
Trost, Hoffnung – Mut auch im Unglücke, 
im Herbste guten Wein. 
Dein Frühling sei voll Blüte, 
voll Frucht die Herbstenzeit, 
und Nebel – trostlos das Gemüte, 
wenn es im Winter schneit. 
Zum Ackerbau gib gute Pflüge 
Den Bauern Kraft und Mut 
die Wahrheit sei das Grab der Lüge 
und Tod – der Höllenbrut. 
Den Armen schenke Schaf und Rinder 
und dabei wenig Not – 
den Reichen aber viele Kinder – 
die haben für sie Brot. 
Was soll von meiner Wünsche Gaben 
mir deine Hand verleihen? 
Lass in der Welt das Glück mich laben, 
stets frisch gesund zu sein. 
O Jahr dies will ich noch begehren 
von deiner Spenderhand. 
Wollst diese Wünsche mir gewähren 
zum Glück fürs Vaterland. 



( nach dem Original um 1864)
Von Johann Dohler 1817-1884
Landsmann aus Kleinprobstdorf

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