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Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe!

(Psalm 24, Vers 7)


Wenn im Advent die Tage immer kürzer werden und die Abende und Nächte nicht zu enden scheinen, wenn der Raureif auf den Feldern liegt und die Nebel sich nicht lichten wollen, scheinen nur die allerorts brennenden Lichterketten etwas Glanz und Hoffnung in die von der Herbstdepression und so manchen Zukunftssorgen geplagten Seele, bringen zu können. Bedeutet lediglich dieses Lichtermeer in den Häusern und Schaufenstern „Advent“? Aufmerksamen Bibellesern wird sich in diesen Tagen jedoch ein anderes „Lichtbild“ auftun. Wie fast in jedem Jahr begleitet uns der Prophet Jesaja beinahe durch die ganze Adventszeit.
Dem gerade aus dem Exil heimgekehrten, ebenfalls depressiven Volk Israel verkündet er entgegen allem Augenschein, die ganz große Freude, das ganze Heil und den ganzen Frieden im kommenden Messias. Vielleicht können auch wir daraus unsere Hoffnung und unser wahres Licht schöpfen. Deshalb, machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, öffnet die Herzen vollständig, daß der König der Ehren mit seinem ganzen Heil, seinem Frieden und seiner ganzen Freude einziehen kann.

In diesem Sinne, allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Euer Bruno Roth 
Schwabach, 03.12.08

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