Am Ostermorgen

blume

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab den Raub vom Staub zurück;
nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht der Hirt,
der wird die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

Friedrich Rückert (1788 – 1866)

 

Wir wünschen allen Kleinprobstdorfer Landsleuten und Freunden ein gesegnetes Osterfest und schöne erholsame Tage. Wir denken besonders an all diejenigen, denen es aus den verschiedensten Gründennicht gut geht und bitten den Allmächtigen um Kraft und sein Geleit für jeden Tag. Ebenso gedenken wir, gerade in diesen Tagen, unserer teuren Toten und befehlen Sie in die rettenden Hände unseres Erlösers. Möge auch Ihnen und uns allen am jüngsten Tage das (Oster – ) Licht der Auferstehung leuchten! An dieser Stelle sei auch auf die nebenstehenden Ostergrüße unseres Pfarrers Gerhard Roth wärmstens hingewiesen, für dessen regelmäßige Beiträge wir uns auf diesem Wege ganz herzlich bedanken.

Der Vorstand
Nürnberg, 10.04.09

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