Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Das dritte Hochfest der christlichen Kirche stellt die eine oder die andere Frage an uns:

  • Wie ist es mit Eurer Begeisterung bestellt?
  • Wie haltet Ihr das mit dem Heiligen Geist?
  • Wie und wo lasst Ihr Euch auf ihn ein?
  • Lasst Ihr Euch überhaupt von ihm anstecken?

Das Evangelium für Pfingstsonntag (Johannes 14, 23-27) gibt uns die richtige Antwort auf diese Fragen und sagt uns, was es mit dem Heiligen Geist auf sich hat und wie er sich bei uns auswirken will:

1. Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. 

Das ist eine wahre Verheißung! Es ist die Liebe, die unser Verhältnis zu Jesus und zu Gott, dem himmlischen Vater, bestimmt. Liebe, das ist eine lebendige Beziehung, ganz innig und aktuell. Jesus verspricht, dass Er und der Vater bei uns Wohnung nehmen werden, uns helfen wollen, wie das gute Freunde tun. Jesus und der Vater leben gemeinsam mit uns, unser Leben.

2. Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Der Heilige Geist will uns nicht „belehren“ sondern will uns die Liebeserklärung Gottes zusprechen:
„Euer Vater hat euch lieb! Dein Vater hat dich lieb!“
Die Liebe des Vaters ist ein für allemal in Jesus Christus sichtbar geworden. Der Heilige Geist lehrt uns, dass Jesus das Zentrum unseres Lebens sein will und sein muss, ja das Zentrum der Welt. Darum hat Jesus gesagt: „Mir ist gegeben alle Gewalt, im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28, 18b)

3. Der Tröster, der Heilige Geist, wird euch erinnern an alles, was ich euch gesagt habe.

Das Wort „erinnern“ sagt uns gewöhnlich: „Da ist etwas gewesen, aus und vorbei!“ Was bleibt ist nur noch die Erinnerung: Zeiten und Erlebnisse, wo uns der Heilige Geist in besonderer Weise gegenwärtig war. Da war unser Glaube noch frisch und lebendig. Der Heilige Geist will uns aber auch heute zusprechen: „Jesus will dich an seine Lebendigkeit erinnern, die du früher verspürt hast. Nimm dir wieder einmal die Bibel zur Hand, darin du einst so gerne gelesen hast!“

4. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Dieser Zuspruch Jesu greift eine tiefe Sehnsucht in uns auf, die Sehnsucht nach Frieden:

  • Frieden, in unserer so friedlosen Welt
  • Frieden, in unserem vereinten Europa
  • Frieden, in unserem eigenem Land
  • Frieden, im eigenen Haus, in der eigenen Familie
  • Frieden, innerhalb unserer Kirchen und Pfarrgemeinden

Was meint Jesus, wenn er „Frieden“ sagt? Zuerst den Frieden, den Gott uns gewährt. Das bedeutet vielmehr als nur Schweigen der Waffen und Beilegen der offenen Auseinandersetzungen. Auch das kann viel, sehr viel bringen! Jesus verlangt aber vielmehr als Einhalt von Gewalt. Ihm geht es vor allem um Versöhnung. Der Heilige Geist will uns zu diesem wahren Frieden mit Versöhnung führen. Darum sagt Jesus in der Bergpredigt: „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9)
Der wahre Friede verleiht uns viel Zuversicht über den Tag, ja über unser Leben hinaus.

In diesem Sinne ein frohes und besinnliches Pfingstfest,

Euer
Gerhard Roth samt Familie!

Schwanenstadt, den 30.05.09

 

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