Am 13. Oktober 2012 trafen sich knapp 200 Kleinprobstdorfer/-innen sowie Freunde Kleinprobstdorfs in Nürnberg, denn es war soweit: Der Tag des 11. Kleinprobstdorfer Treffens war endlich gekommen!
Das Treffen wurde um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Emmauskirche eingeläutet. Pfarrer Gerhard Roth, der aus Kleinprobstdorf stammt und aus Schwanenstadt (Oberösterreich) angereist war, hielt auch diesmal wieder einen Gottesdienst, der die Herzen berührte. Da versteht es sich fast von selbst, dass auch der Schwestern und Brüder gedacht wurde, die seit dem letzten Treffen verstorben sind. Für die angenehme musikalische Umrahmung sorgten unser Kleinschelker Freund Simon Mantsch mit seiner elektrischen Orgel (Keyboard) und ein Gitarrentrio, bestehend aus den Kleinprobstdorfern Michael Bielz, Bruno Roth und Michael Schnell.
Nach dem Gottesdienst machten sich die zahlreichen Gottesdienstbesucher auf den knapp zehnminütigen Fußweg zum Gesellschaftshaus Gartenstadt, wo sich bereits weitere kürzlich angereiste Kleinprobstdorfer eingefunden hatten und voller Vorfreude auf die Saalöffnung um 11 Uhr warteten. Insbesondere den vielen Menschen, die eine mehrstündige Anfahrt bewältigen müssen, wird an solchen Tagen bewusst, wie weit verstreut wir seit der Auswanderung aus Siebenbürgen sind: Von Norddeutschland (Niedersachsen) über Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, ja sogar bis nach Österreich trennen uns Hunderte von Kilometern, welche wir an Tagen wie diesem gerne auf uns nehmen, zumal die Heimatortstreffen heutzutage eine der wenigen Gelegenheiten sind, um Schulkameraden, Arbeitskollegen, Schicksals- und Weggefährten, Nachbarn und Freunde aus der alten Heimat wiederzusehen. Dementsprechend war auch an diesem 13. Oktober die Wiedersehensfreude groß.
Gegen 12 Uhr wurde das Treffen von Johann Folea-Stamp, dem Vorsitzenden der HOG, offiziell eröffnet. In seiner Ansprache begrüßte er den Bürgermeister von Kleinkopisch, Daniel Tudor Mihalache, sowie dessen Gattin Michaela Cornelia Mihalache. Bürgermeister Mihalache begrüßte seinerseits in einer Ansprache die Kleinprobstdorfer/-innen und bedankte sich für die Einladung. Im Juli 2011 organisierte die HOG Kleinprobstdorf eine Reise in die alte Heimat. Die 45 Reiseteilnehmer wurden von Bürgermeister Mihalache in Kleinkopisch empfangen und anschließend ins Bürgermeisteramt eingeladen. Als Geste des Dankes hatte nun die HOG im Gegenzug das Bürgermeister-Ehepaar zum diesjährigen Kleinprobstdorfer Treffen eingeladen.
Nach dem Mittagessen fuhr eine Delegation, bestehend aus dem Bürgermeister-Ehepaar, dem HOG-Vorsitzenden Johann Folea-Stamp und mir, nach Stein zur Feuerwehr, wo sich Bürgermeister Mihalache Informationen und Inspirationen im Hinblick auf die Feuerwehr Kleinkopisch einholte. Die HOG Kleinprobstdorf bedankt sich ganz herzlich bei Andreas Türk und Frank Steiner von der Freiwilligen Feuerwehr Stein, sowie beim Bürgermeister der Stadt Stein, Kurt Krömer. Nachmittags begann dann der gesellige Teil mit vielen lebhaften Gesprächen, in denen man die Erinnerungen aus der alten Heimat sowie die Erlebnisse aus der neuen Heimat austauschte. Manch einer verdrückte an diesem Tag auch die ein oder andere Träne – sei es aus Gründen der Wehmut, der Ergriffenheit, der Wiedersehensfreude oder beim herzhaften Lachen über die Witze und Scherze, die an einem solchen Tag auch nicht fehlen dürfen.
Ab 20 Uhr sorgte dann das Duo Simon Mantsch (aus Kleinschelken) und Bruno Roth (aus Kleinprobstdorf) dafür, dass das Tanzbein ordentlich in Schwung kam. Simon und Bruno, die bereits früher in Siebenbürgen gemeinsam musiziert hatten, können dies heute aufgrund der Entfernung leider nur noch selten tun. Von ihrem Können haben sie dennoch nichts eingebüßt: Mit einer bunten Mischung aus älteren und neuen Schlagern, Discofox, Pop und Oberkrainer sorgten sie für beste Stimmung und fröhliche Unterhaltung.
In den Abendstunden fingen die Reihen allmählich an, sich zu lichten; die Älteren und diejenigen, die am Abend noch die (weite) Heimreise antraten, verabschiedeten sich vorzeitig. Doch dadurch kam keinerlei Aufbruchstimmung auf – im Gegenteil: Irgendwann zog es auch Hans Barth und mich auf die Bühne ans Mikrofon und wir hatten nun zu viert dort oben genauso viel Spaß wie die überwiegend Jugendlichen auf der Tanzfläche, die zu unseren musikalischen Darbietungen lautstark mitsangen und ausgelassen tanzten.
Gegen 2 Uhr – die Zeit verging wie im Flug – fand das Kleinprobstdorfer Treffen dann sein Ende. Was bleibt, sind viele schöne Momente und Erinnerungen sowie die Vorfreude auf das nächste Kleinprobstdorfer Treffen im Jahr 2014, zu dem Jung und Alt hoffentlich wieder zahlreich erscheinen.

Ich möchte abschließend – auch im Namen aller Teilnehmer/-innen – den Organisatoren sowie allen, die in irgendeiner Form zum guten Gelingen dieses Treffens beigetragen haben, ein ganz großes Dankeschön aussprechen.

Uwe Schuller

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