Auszug aus dem Schreiben von Herrn Pfarrer Reinhart Guib an die HOG-Kleinprobstdorf 

( Zitat Anfang ) 
Sehr geehrter Herr Folea-Stamp, 

haben Sie herzlichen Dank für die guten Wünsche zum Amt des Bischofvikars, sowie für die kommende Feiertage… …Seitens unseres Bezirks und seiner Mitarbeiter wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie, dem HOG- Vorstand,sowie allen Kleinprobstdorfern in Deutschland ein offenes Herz für all die Freude,den Frieden und die Musik die zu Weihnachten durch die Geburt des Gottessohnes uns erreichen will, sowie ein Neues Jahr 2008 unter dem Gnadenhimmel Gottes, mit Gesundheit, Schaffenskraft und Wohlergehen. 

Aus dem kalten (-8 Grad) aber märchenhaften Mediasch. 

Ihr 
Reinhart Guib 
(Zitat Ende) 

Mediasch, den 25.12.07

winterbild

Allen Mitgliedern und Freunden der Kleinprobstdorfer danken wir für die erbrachte Unterstützung in verschiedensten Formen. Es tut gut, einer Gemeinschaft anzugehören, wo die Menschen einem zur Seite stehen, die Freud und Leid teilen können. Wir wünschen euch gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr 2008.

Nürnberg, den 20.12.2007

 

„Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht ‚ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch‘ mir eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
’ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her
da war so wenig soviel mehr.“

Autor unbekannt

WeihnachtenEs begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging,dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Stadthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehm, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ 

Lukas 2, 1-14

 

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Die Weihnachtsgeschichte in der Fassung des Lukas, das so genannte „Weihnachtsevangelium“ ist und bleibt die beliebteste Geschichte der Bibel. Den meisten von uns ist sie von früher Kindheit an vertraut. Manche können diese wunderbaren Verse sogar auswendig. Immer wieder, wenn wir sie lesen oder hören, erinnern wir uns an den einen oder anderen Heiligen Abend in unserer Heimatkirche in Kleinprobstdorf: die vielen strahlenden Augen unter dem mächtigen und prächtig geschmückten Christbaum, die vorgetragenen Gedichte und gesungenen Lieder und nicht zuletzt die lang ersehnte Christbescherung. Groß war die Freude,wenn wir als Kinder rings um den Altar gehen durften, um unsere Päckchen zu empfangen: die paar Süßigkeiten, den Lebkuchen, die wunderschönen Äpfel aus verschiedenen Körben und natürlich die am meisten begehrte Orange. Bleistift, Heft und Taschentuch bekamen nicht die gleiche Aufmerksamkeit. Danach erfolgt die Bescherung in den einzelnen Häusern und Familien. Heute ist das mit der Christbescherung leider ein bisschen anders geworden. Die Wünsche werden immer anspruchsvoller, die Geschenke dementsprechend immer größer und teurer, die Freude und Dankbarkeit jedoch immer kleiner. Ja sogar Unzufriedenheit und Enttäuschung macht sich breit unter dem Christbaum! Auf das wahre Weihnachtsgeschenk wird nicht selten ganz vergessen. Es ist der Höhepunkt des Weihnachtsevangeliums, es ist die frohe Botschaft des Engels:
Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!“
Das ist der Kernsatz und die Kernaussage nicht nur der Verkündigung des Engels an die Hirten in der Weihnacht, das ist zuletzt auch die Kernaussage des ganzen Evangeliums, das Lukas geschrieben hat: Jesus Christus ist der Heiland! Jesus Christus ist der Herr und Retter der Welt!

Damit wünsche ich euch allen – liebe Kleinprobstdorfer-Landsleute – ein frohes Weihnachtsfest
und Gottes guten Segen im neuen Jahr 2008!

Auf ein baldiges Wiedersehen mit euch allen freut sich,
Euer
Gerhard Roth samt Familie (Österreich)

Schwanenstadt, den 17.12.2007

Liebe Kleinprobstdorfer, 

kleinprobstdorfkirche20072im vergangenen August ergab sich wieder mal die Möglichkeit, zusammen mit meinen Brüdern, die Heimat zu besuchen.Es war in den knapp zwei Wochen ein unbeschreibliches „auf und ab“ der Gefühle. Von „himmelhochjauchzend“, beim Anblick der Städte Kronstadt, Mediasch, Schässburg und vor allem Hermannstadt und starker auf Tourismus orientierter Gemeinden wie z.B. Birthälm, Meschen und die prächtigen Burzenländer Gemeinden (Tartlau, Honigberg, Weidenbach, Rosenau, Neustadt, usw.), bis „zu Tode betrübt“ z.B. in Schaal, Rosch, Halvelagen, Martinsdorf !! und vor allem bei uns in Kleinprobstdorf, ausgenommen den Friedhof und die Höfe der paar bekannten Daverbliebenen. Nun ist das anhand des auf „Cetati medievale“!! ausgelegten Tourismus in Rumänien kein Wunder und Kleinprobstdorf ist bekanntlich seit Jahrzehnten leider keine „Attraktion“ mehr! Beim Anblick des Pfarrhauses und der Kirche tut dann doch das Herz (sehr) weh! Dabei hatte ich unsere Kirche von 2002 in sehr guter, angenehmer Erinnerung, da seinerzeit innen und außen renoviert wurde. Es ist jedoch erschreckend, was sich in nur 5 Jahren zum negativen verändert hat! Von bröckelndem Mauerwerk, Feuchtigkeit, Zerfall, bis zu Diebstahl von Gegenständen und Einrichtungen, ist so ziemlich alles geboten. Sogar als Hunde- und Katzenbrutstätte hat die Kirche angeblich herhalten müssen! Das „neueste Verschwundene“ sind die Ornamente (Flammen) und Säulen von den beiden Altarseiten…..! In Schaal, wo wir noch vor Kleinprobstdorf (in der Kirche) waren, hatten wir anhand des schlimmen Verfalls, vor allem im Innenraum, noch kopfschüttelnd gemeint, „dass es bei uns gottseidank noch nicht so schlimm aussieht.“ 

Umso erstaunter waren wir, als wir feststellen mussten, daß es in unserer Kirche auch fast so ausschaut. Eine schriftliche Anfrage an das Landeskonsistorium unserer siebenbürgischen Kirche in Hermannstadt, ob die Kleinprobstdorfer Kirche aufgegeben ist, blieb bislang unbeantwortet…! Vielen Landsleuten ist dieser Zustand so ziemlich egal und es gibt auf der Welt zugegeben auch viel Wichtigeres und Dramatischeres als den Verfall der Kleinprobstdorfer Kirche. Es sei jedem selbst überlassen wie er damit fertig wird. Bereits jetzt werden wir jedoch von einem Teil unseres Nachwuchses (zumindest von denen die nicht nur kurz und oberflächlich – sondern etwas „weitsichtiger“ denken und die schon selbst in Rumänien waren), anhand der siebenbürgischen Ruinen, aber vor allem auch anhand des unübersehbaren EU – Aufschwungs (Hermannstadt, Birthälm, Meschen, usw.), streng hinterfragt: „wie konntet ihr“?? Die nächste Frage ist: „Wofür haben wir unsere Heimat aufgegeben, hat sich das Weggehen gelohnt, sind wir nun am Ziel unserer Träume..?“ Wenn wir ganz ehrlich sind, bleiben uns dann wenig stichhaltige Argumente für eine glaubhafte, erklärende Antwort. Wir (die Spät – und vor allem die „Früh“ – Aussiedler) haben dies zu verantworten und keine Rumänen, Russen, Deutsche, oder welche gesuchten „Sündenböcke“ auch immer! Unsere Vorfahren sind schließlich 800 Jahre auch nicht bei den ersten Schwierigkeiten weggerannt. Was waren schon 40 Jahre Kommunismus gegen das Leid und die Schwierigkeiten die sie im Lauf der Jahrhunderte ertragen mussten? Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass heutzutage all den Leuten denen noch etwas an Kleinprobstdorf (vor allem der Kirche) liegt, Tore und Türen für deren Rettung offen stehen! Sie müssen bloß viel Zeit, Geld, Entschlossenheit und ein bisschen guten Willen, gepaart mit einer Portion Idealismus, mitbringen und nicht nur nutzlose Kritik an allem und allen! Eine Spende von 5, 10 oder gar 20 Euro bei irgendeinem Kleinprobstdorfer Treffen ist vielleicht gut gemeint, reicht jedoch gerade mal für das Nötigste am Friedhof. Jeder der in letzter Zeit mit den Menschen vor Ort gesprochen hat und die Preise in Rumänien kennt, kann dies bestätigen. Die Alternative dazu ist der endgültige Verfall. 

Bruno Roth 

Schwabach, den 27.10.2007

kleinprobstdorfkirche20073

kleinprobstdorfkirche2007

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grillfestam 11.08.2007 im Gartenverein Eichwasen in 91126 Schwabach, Dr.Haas Str./Wilhelm Albrecht Str.

Beginn 14 Uhr

Ende offen

Unkostenbeitrag 15 € pro Person

 

Telefonische Anmeldung:
Karin Roth 09122/693297
Lolitta Roth Grigori 0911/9271858
Johann Folea-Stamp 0911/4103671
Martin Lienerth 0911/428396

Allen Kleinprobstdorfern / innen und denen die sich dazu bekennen, wünschen wir frohe Osterfeiertage.

Der Vorstand

Liebe Kleinprobstdorferinnen!
Liebe Kleinprobstdorfer!

Eine Osterkarte habe ich nicht an euch alle schreiben können. Die wenigsten Menschen schreiben heutzutage noch Glückwunschkarten oder Briefe. Leider ist es so, dass die Fortschritte der Technik es soweit gebracht haben. Natürlich gibt es auch Vorteile – ich kann euch mit einem einzigen Schreiben alle leicht erreichen.

Mit dem Wochenspruch für Ostersonntag, 8. April 2007, möchte ich euch herzlich grüßen:

Christus spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“
Offenbarung 1, 18

Diese Worte spricht der Menschensohn in einer Vision zum Seher Johannes. Wir haben vielleicht die dramatischen, zum Teil erschreckenden Visionen der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel, schon gelesen – von den sieben Posaunen, dem Tier aus dem Abgrund, dem Untergang Babylons, dem himmlischen Jerusalem und andere mehr. Selbst Johannes, der Verfasser der Offenbarung, ist erschrocken und ergriffen von seinen Eindrücken, sodass er schon bei seiner allerersten, der Berufungsvision, aus der unser Wochenspruch herkommt, wie tot zu Boden fällt.

Aber dann fühlt er die segnende Hand Jesu und hört die Worte, die der Herr zu ihm sagt: “Fürchte die nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Das ist eine Geste, die Geborgenheit vermittelt. Das ist ein einfaches aber klares Bild vom Schlüssel, ein Bild, das Sicherheit, Beistand und Begleitung signalisiert.

Vielleicht erinnert uns dieses Bild an eine mächtige mittelalterliche Kirchenburg, es könnte auch eine aus unserer alten Heimat Siebenbürgen gewesen sein, mit ihren vielen und dunklen Gängen. Bevor die Führung beginnt, winkt der Burgführer mit seinem mächtigen Schlüssel. Ihm folgen die Besucher, weil er sich auskennt und den Weg schon oft gegangen ist. Geborgenheit strahlt auch unser Wochenspruch aus. Er weckt in uns Vertrauen und macht uns Mut, wenn wir uns fragen, was danach kommt, wenn wir aus diesem Leben scheiden. Unser Menschenverstand sagt uns viel zu klar: Der Tod ist ein endgültiger Abschied.
Alles, was wir vor Augen haben ist dafür sogar eine Bestätigung:

  • der Sarg, in den wir einen geliebten Menschen hineinlegen
  • das tiefe Grab, in das er abgesenkt wird
  • das Holzkreuz am geschlossenen Grabeshügel

Das sind sichtbare Zeichen dafür, wie endgültig der Tod ist und wie einsam er uns zurücklässt. Das sind Tatsachen, die für sich sprechen und sie sprechen eine deutliche Sprache. Aber unser Bibelwort spricht auch eine deutliche Sprache. Aus christlicher Sicht müssen wir sagen: Einer ist uns schon vorangegangen, einer hat das schon durchgemacht, was uns allen noch bevorsteht. Er wartet auf uns und lässt uns auch im Tode nicht allein.
Diese Tatsache feiern wir zu Ostern! Die Auferstehung Jesu als Blick durchs Schlüsselloch, als Schlüsselerlebnis des Ersten, das ganz gewiss auch für die Letzten noch gilt. Und wenn wir außer dem Seher Johannes noch einen Theologen aus der Bibel als Zeugen heranziehen möchten, dann hören wir doch auf die Stimme des Paulus. Er sagt im Brief an die Römer:
„Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andre Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.“ (Römer 8, 38-39)

Damit wünsche ich euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und grüße euch mit dem bekannten Ostergruß: “Der Herr ist auferstanden!“
Euer Gerhard Roth, Schwanenstadt-Oberösterreich