Lieber Herr Folea-Stamp,

haben Sie herzlichen Dank für die Glückwünsche für das Bischofsamt und die kommenden Feiertage. Habe mich darüber sehr gefreut, sehe ich doch die Mitarbeit mit den HOG´s als einen der wichtigsten Schwerpunkte in meiner Bischofsamtszeit.
Ich danke Ihnen, dass Sie sich in den letzten Jahren verstärkt beim Erhalt des väterlichen Erbes in Kleinprobstdorf eingesetzt haben. Das bezeugt auch Ihr Heimatblatt, dass ich aufmerksam studiert habe. Bleiben Sie Ihren Wurzeln und der Gemeinde weiter treu. Sie braucht Sie heute dringender als je.
Betreff Absprachen, Anfragen etc, steht Ihnen ab nun beim Bezirk Mediasch Pfr. Ziegler als Dechantstellvertreter und Verwalter Puscas zur Verfügung.

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest mit dem Liebe und Frieden bringenden Heiland und ein gesundes, friedliches und segensreiches Jahr 2011, unter Gottes Schutz

wünscht Ihnen, Ihren Lieben und der HOG-Kleinprobstdorf

Reinhart Guib,
Bischof

 

Liebe Mitglieder
Liebe Landsleute und Freunde,

dsc00026ein ereignisreiches Jahr 2010, auch für uns Kleinprobstdorfer, neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Als Höhepunkt sein unser Heimattreffen vom 09.10.2010 in Schwabach noch mal erwähnt. Trotz den „Anlaufschwierigkeiten“ wurde es dann doch noch zu einem unvergessenen Ereignis. Auch jetzt melden sich noch zahlreiche Landsleute und bedanken sich dafür. Auch wenn wir von 300 auf ca. 200 Teilnehmer „geschrumpft“ sind, bleibt für die Zukunft zu hoffen und zu wünschen dass dieser beachtliche Stamm diesbezüglich weiterhin aktiv bleibt. Die Tische mit den „grauen/weißen Haaren“ nehmen naturgemäß halt ab, umso dankbarer sind wir für den unbezahlbaren Schatz unserer „Alten“ und tun gut daran sie zu ehren und Augen, Ohren und Herzen weit zu öffnen, solange es sie noch gibt!

Wir gedenken an dieser Stelle der zahlreichen Landsleute die uns im vergangenen Jahr verlassen haben und befehlen sie in die Fürsorge des Allmächtigen. Ebenfalls denken wir an unsere Kranken und wünschen von Herzen leibliche und seelische Genesung.

In unserer siebenbürgischen Heimatkirche wurde vor kurzem ein neues Oberhaupt gewählt und bestellt. Dass es Herr Dechant Reinhard Guib aus „unserem“ Mediascher Bezirk geworden ist, freut uns sehr. Wir wünschen Herrn Bischof Guib alles Gute und Gottes führende Hand für seine
neue, verantwortungsträchtige Aufgabe.

Schließlich möchten wir noch auf das wunderschöne Weihnachtsgedicht in sächsischer Mundart von Lehrerin i.R. Gertrud Grigori, unserer lieben „Truditant“ hinweisen. Es wärmt gerade in diesen Tagen „die auf Reise gehenden“ Herzen. Trotz körperlichen Gebrechen, wissen wir um ihren noch sehr regen Geist und wünschen ihr für die Zukunft die bestmöglichste Gesundheit, auf dass sie uns noch mit vielen Beiträgen erfreuen kann. Sie wünscht ihrerseits allen Kleinprobsrdorfern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute fürs neue Jahr!

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende Jahr bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Nürnberg, den 22.12.2010

 
 

Et wor emol … Chrästdoch derhim

Gläcklich Chrästfeiertaj uch de Gesangd
Wängschten sich de Alden uch de Kängd.

De Viurberiedungen woren verif,
alles wä um Schnärchen lef.
Ofgedon word der gemießt Schweng
äm Keller logert der geat Weng.
De Fra fiecht det gonz Heos,
eos en jedem Wänkel den Stuf ereos.
Gebocken word Hunklich und Strätzel,
zem Schloss uch noch Botterbretzel.

Iwer de Giwel bleas der kolt Wängt,
Chrästdochgedichter lierten de Schiulkängd.
De Klensten froaten sich iwer de Flocken
und spielden derwel mät ären Doken.
Uch der Diuden wort gedocht,
Donnenast of de Grawer gelocht.

Bäm Glockenklong des Owends äm sies,
machten sich ollen schnellstens of de Fess.
Jeder wul erwäschen en geaden Platz,
domät hie uch mätbekum en jeden Satz.

De Kängd steangden gespannt angder dem Bum,
det Beld kit es hegt fiur wä en far Drum.
De Froad soch em en un äm Gesicht,
är Bläck strohlt wä det Kerzenlächt.
Der Viurdroch vun Gedichtern und Liedern
kloppt wä um Schnärchen, ängden wedder.
Stille Nacht, heilige Nacht klung et vun der Empor
det hiesch Lied gesangen vum Kirchenchor.

Won dro det lietzt Lied än der Kirch verhollt,
der Forr sich zwäschen de Klensten stollt.
Hie verseackt mät ifochen Wiertern dro,
det Wangder vun Bethlehem
än ze brongen noh.
Am den Elter de Kängd dro gengen,
uch är Päckchen vun den Fran empfengen.

Vum Turm erow bleasen de Adjuvanten det Puer-Natus
welt verkändigt de Geburt ases Herrn Jesus Christus.
Derhim de Famili gemätlich zesummen soß,
de Griuß den Kängden Meren viurloß.

Zefridden geng em dro zer Reah
und macht de Uchen sielij zea.

Bäm Gockenklang des Morjest äm foaf
macht der Heoshärr trotz Kolden det Fenster wegt off,
de Petroleumlompen worden entzangen
als Beweis dot der Chrästdoch än de Harzen uch Heser gedrangen.

De Kängd viur der Kirch gengen wängschen
zem Nober, zea Bekunten uch Frängden,
beseackt worden Giuden uch Poten,
ower ohnen Termin uch Daten.
„Gläcklich Chrästfeiertaj uch de Gesangd“
wängschten se und gowen artig de Hoingt.
En klien Geschink sä bekumen zem Dank.

Derhim em sich fiur de Kirch macht beriet
em undeht det än Ihren geholden Kirchenklied.
Bäm Gung en de Kirch em sich dräkt de Hoingt
„Gläcklich Chrästfeiertach uch de Gesangd“ sich wängscht.
Der Prädicht wort ställ zeagehirt,
denn em ihrt deamols noch Gottes Wiurt.

Fiur Mättauch word Räpp uch Wurscht gebroden
derzea oß em Paleuks uch Kampest, di geat geroden.
Nomättauch geng em of Besäk
mät der gunzen Paraputsch äm Gepäck.
Des Owends froat em sich dro em Saal
of de Theateroffährung uch de Ball.

Um Chrästdoch leß em allen Sorjen loan,
em kaingt sich noch vun Harzen froan.
Wi derhim huet erliewt det Fäst
et nä uch näkest mi vergäßt.

Lehrerin i.R. Gertrud Grigori – „Truditant“

 

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Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

die Zeit, als ich, Uwe Schuller, die Sommerferien oftmals in Kleinprobstdorf bei meinen Großeltern Regina und Stefan Grigori sowie bei meinen Tanten Anni und Magda verbrachte, liegt nun schon mehr als 20 Jahre zurück. Es war eine für mich sorgenlose und unbekümmerte Zeit. Wir hatten keinen erwähnenswerten Wohlstand. Wir hatten nur uns. Keine Handys. Keine Computer. Kein High-Tech. Trotzdem oder gerade deswegen war meine Kindheit in Siebenbürgen die bisher mit Abstand schönste Zeit meines Lebens. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn nicht jeder diese Meinung teilt. Viele Menschen hatten damals mit Problemen und Sorgen zu kämpfen, die ich als Kind nicht mitbekam beziehungsweise die von mir ferngehalten wurden. Ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich mit dem damaligen politischen System in Rumänien, dem Kommunismus, sympathisiere. Ich will es mal ganz deutlich ausdrücken: Der Kommunismus widert mich genauso sehr an wie es auch der Kapitalismus tut! Wie der Kapitalismus die Gesellschaft prägt und verdirbt, ist gerade in der Weihnachtszeit in besonderem Maße zu beobachten.
Der Tag der Geburt Jesu Christi ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe, der Freude und natürlich auch der Familie und der Besinnlichkeit.
Die Realität sieht heutzutage leider anders aus: Der Kommerz steht im Mittelpunkt, das „Fest aller Feste“ ist zum „Fest des Konsums“ verkommen. Hauptschuldig daran ist vorwiegend die sogenannte freie und „soziale“ Marktwirtschaft, sowie eine daraus resultierende, zumindest größtenteils, zunehmend verblödende Gesellschaft. Insbesondere bei vielen jungen Leuten sieht es traurig aus. Oft verbringen sie ihre Freizeit mit unsinnigen technischen Spielereien oder mit dumpfen Gewalt- oder Ballerspielen am PC.
Viele kennen keinerlei Gedichte oder die Texte der Weihnachtslieder, ja einige wissen noch nicht einmal, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird! Geschenke sind alles, was für viele von der heutigen jungen Generation zählt. Man sollte gerechterweise nicht nur den jungen Menschen den „schwarzen Peter“ zuschieben, denn während wir früher in Siebenbürgen schon Wochen vor Weihnachten die Weihnachtslieder übten, wird hierzulande seitens der Bildungseinrichtungen bedauerlicherweise kaum noch Wert darauf gelegt, die Kinder in die Welt der Gedichte, der Lieder und der Literatur im Allgemeinen einzuführen.
Man sollte sich, was Geschenke betrifft, in Bescheidenheit üben, denn Geschenke sind nicht das, worauf es an Weihnachten ankommt. Ein gemütliches und hoffentlich gesundes Beisammensein der Menschen, die einem sehr nahe stehen, gemeinsam Weihnachtslieder unterm Weihnachtsbaum singen (mit instrumentaler Begleitung, etwa Gitarre, umso schöner) und später dann in besinnlicher Runde zusammen essen – schöner kann ein Weihnachtsfest nicht sein. Das ist zumindest meine Meinung.
Geschenke sind, finde ich, etwas für Kinder. Es gibt kaum etwas Schöneres als vor Freude leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, welche mit den Kerzen am Baum um die Wette strahlen. Ich habe neulich den Beitrag von Regina Roth („Nintant“) im „Kleinprobstdorfer Heimatblatt“ über die Vorbereitung auf Weihnachten gelesen. Wehmütig habe ich mich an Weihnachten in Siebenbürgen erinnert. Was haben wir uns damals über die Päckchen, die wir in der Kirche bekamen, gefreut! Wenn zusätzlich zu dem Gebäck, den Äpfeln und Nüssen auch noch ein Kugelschreiber oder ein paar Hefte in dem Päckchen waren, war die Freude schier grenzenlos. Und heute? Viele Kinder sind undankbar und derart verwöhnt, dass sie den Rachen nicht voll genug bekommen können! Voller Stress und Hektik mühen sich viele Menschen durch proppenvolle Geschäfte, um Geschenke zu kaufen. Hat man sich zu den Regalen durchgekämpft, zermartert man sich den Kopf darüber, was man dem einen und dem anderen kaufen soll. Mit den gekauften Geschenken liegt man nicht selten daneben. Heiligabend begehen dann viele aufgrund des vorweihnachtlichen Stresses ziemlich entnervt und ausgebrannt. Oft geht der Trubel danach weiter, denn: Geschenke umtauschen steht auf dem Plan, weil viele mit ihren Geschenken wieder einmal danebenlagen.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Warum tun sich so viele Menschen diesen unnötigen Stress an? Warum begeht man das Weihnachtsfest nicht einfach ohne Geschenke, unbeschwert und unbekümmert, so, wie ich in Siebenbürgen meine Kindheit erlebt habe? Man sollte besonders in der Weihnachtszeit an das unsägliche Elend und die Not auf diesem Planeten denken. An die Millionen hungernden und kranken Kinder, an die Verstümmelten und Verwundeten in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Anstatt sich in dieser Überflussgesellschaft noch zusätzlich Weihnachtsgeschenke um die Ohren zu hauen, sollte man lieber für diese Menschen spenden, damit wenigstens zur Weihnachtszeit ein Funken Licht in ihr vom Schicksal gebeuteltes Leben kommt.

In der heutigen hektischen Zeit hoffe ich, dass wir alle über die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Liebsten Besinnlichkeit finden. Ich wünsche allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2011.

Schöne Grüße aus Gummersbach,
Uwe Schuller

 

Weihnachtszeit

Jahr für Jahr, zur gleichen Zeit,
wenn es kälter wird und schneit,
überall liegt Schnee und Eis,
unsere ganze Welt ist weiß,
dann spielt sich ab, allemal,
ein bestimmtes Ritual:

Wenn in Einkaufszentren Kinder plärren
und an den Mänteln ihrer Mütter zerren,
weil sie den Krempel,den ach so tollen,
gerne als Geschenke haben wollen,
weil sie die Spielzeuge, die netten,
gerne unterm Baume hätten,
wenn Leute hektisch Urlaubsreisen buchen,
während andere krampfhaft Geschenke suchen,
dabei manchmal auch heftig fluchen,
wobei häufig alle Nerven blank liegen,
zuweilen sogar Sachen durch die Gegend fliegen,
wenn alle drängelnd an den Ladentischen
mit beiden Ellenbogen kräftig mitmischen,
sich dann noch in Eile und unter Qualen
gegenseitig herumschubsen vor vollen Regalen,
dann den ganzen Ramsch und Plunder kaufen,
während andere unentwegt Glühwein saufen,
und die vielen, nicht zu vergessen,
die massenweise Lebkuchen fressen,
Stress und Hektik weit und breit,
dann ist sie da, die Weihnachtszeit.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit?

Alles dreht sich um den Konsum;
das ist oberflächlich und auch dumm!
Hört auf, in die Läden zu laufen,
um den ganzen Kram zu kaufen!
Macht in dieser Gesellschaft voller Überfluss
mit dem Konsumwahn endlich Schluss!
Wir sollten alle, ob Groß oder Klein,
mit weniger zufrieden sein!
Ich sage deshalb: „Man bedenke,
Weihnachten geht auch ohne Geschenke!“
Anstatt sich vor den Weihnachtstagen
mühevoll durch die Geschäfte zu plagen,
anstatt sich unnötigerweise zu beschenken,
sollte man lieber an Bedürftige denken.
Man sollte auf die Bescherung verzichten
und stattdessen Edelmütiges verrichten:

 

Zeigt Mitgefühl und habt ein Erbarmen,
spendet lieber für die Armen!
Entrichtet einen kleinen Almosen
an die Gepeinigten und Obdachlosen!

Denkt besonders in der Weihnachtszeit
an ihr Elend und ihr Leid!
Helft hungrigen und kranken Kindern,
helft, Not und Leid auf der Welt zu lindern!
Helft, ihre Pein zu vermeiden,
lasst sie nicht mehr länger leiden!
Helft, ihr Schicksal zum Besseren zu wenden,
helft, ihr Martyrium zu beenden!
Lasst ihre Augen nicht mehr weinen,
lasst wieder die Sonne für sie scheinen!
Denkt auch an die Verwundeten und Versehrten
und an die, die nicht wieder heimkehrten!
Denkt an die, die hinterblieben,
trauern und weinen um ihre Lieben!

Lasst Eure Herzen nicht erkalten,
denkt auch an die Gebrechlichen und die Alten!
Zeigt Herz und seid großzügig beim Geben,
bringt wieder Hoffnung in dieser Menschen Leben!
Bringt sie wieder ein kleines Stück
auf den Weg des Glücks zurück!
Bringt dorthin, wo das Elend wohnt,
wieder Licht an den Horizont!
Ist es auch noch so klein, das Licht,
es gibt diesen Menschen Mut und Zuversicht!
Öffnet Eure Herzen weit
und bringt gerade in der Weihnachtszeit
in diese Welt ein Stück Menschlichkeit!
Obendrein wäre es angemessen,
darüber nachzudenken und nicht zu vergessen,
dass wir jährlich unzählige Tannen und Fichten
zum Zwecke des Weihnachtsfests vernichten.
Kauft deshalb keinen Weihnachtsbaum,
auch ein paar Zweige schmücken den Raum.

Seid barmherzig und lasst auf Erden
für alle Menschen Weihnacht werden!
Wenn die Glocken zum Fest erklingen,
sollen sie Frieden und Freude bringen.

 

 

 

Uwe Schuller, 18.10.2010

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
 (Johannes 1, 14)

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Nach der Vorbereitungszeit im Advent ist Weihnachten nun da. War und ist es eine Zeit, in der wir etwas zurückschalten und innerlich zur Ruhe kommen dürfen? Das wäre schön. Leider schaut es oft ganz anders aus:

  • da ist der Stress am Arbeitsplatz, weil vor den Feiertagen und dem Jahreswechsel noch Vieles schnell erledigt werden muss
  • dazu kommt die Hektik bei der Suche nach den passenden Geschenken
  • nicht wenige tun sich schwer, die Feiertage mit der ganzen Familie verbringen zu müssen

Was ist wirklich der Sinn von Weihnachten? Ist Weihnachten „Geschäft oder Geburtstag“? Den wahren Grund von Weihnachten haben sehr viele Menschen aus den Augen verloren. Wir kennen zwar die biblische Weihnachtsgeschichte in – und auswendig, wir singen jedes Jahr die großartigen Weihnachtslieder, schmücken unsere Christbäume und kochen großartige Gerichte. Doch das Herz von Weihnachten ist eigentlich verlorengegangen. Dieses Herzstück ist und bleibt die Geburt Jesu Christi.
Wir erinnern uns an den Weihnachtsstern. Er ist Zeuge für eines der vielen Wunder rund um die Geburt Jesu. Er leitet die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem, zu jenem Stall, in dem Jesus geboren wurde. Dieser Weihnachtsstern war auch der Wegweiser für die Schafhirten, denen der Engel die frohe Botschaft verkündet hatte. Auch heute sind viele Menschen auf der Suche! Sie suchen Glück im Leben, Erfolg und innere Zufriedenheit. Mit dem richtigen Reiseführer vor Augen finden auch sie alle den Weg zum Ziel – Jesus Christus!
Er hat von sich aus gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“. (Joh. 14,6).
Jesus möchte für alle Menschen das Ziel ihrer Suche sein. Wir müssen nur auf die richtigen „Reiseführer“ hin zu Jesus achten, die Gott uns immer wieder über den Weg schickt. Wenn wir Jesus gefunden haben ist unsere Vergangenheit getilgt, unsere Gegenwart mit Sinn erfüllt und unsere Zukunft gesichert.  Das ist der Sinn von Weihnachten. Es ist das Fest der Geburt Jesu Christi, es ist sein Geburtstag. Wir sind alle eingeladen, daran teilzunehmen und zu feiern. Es geht nicht um Geschenke, nicht um den perfekt dekorierten Christbaum, nicht um das Festtagsmenü. Es geht zuallererst um Jesus Christus. Ihm gehört die Ehre bei diesem Fest. Er ist das Heil, das auf die Erde gekommen ist, damit wir Erlösung finden dürfen.
Darum: „Freue dich, freue dich, o Christenheit!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Geleit durchs neue Jahr 2011!!

Euer Gerhard Roth, Pfarrer

Advent

Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,
herzlich willkommen auf unserer Internetseite

adventskranz_160Zum Ende des Jahres, wenn die Adventszeit mit ihrem Lichterglanz und meist hektischen Treiben daherkommt, gehen die Gedanken oft auf Reisen in die Vergangenheit. Wie war der Advent früher, daheim in Kleinprobstdorf? Ich kann sicherlich nur für mich und meine Zeit sprechen, wie ich es damals empfunden habe:
Erst einmal war im damaligen kommunistischen Rumänien, gar nichts von heute bekanntem Adventstrubel zu sehen oder zu spüren, da religiöse Feiertage und Zeiten zumindest offiziell nicht stattfanden. Umso festlicher ging es in der Kirche, in der Kirchengemeinde und im kirchlichen Religionsunterricht zu, wo sehr wohl und in jeder Hinsicht das nahende Christfest vorbereitet wurde. Eine besondere Freude waren für mich persönlich die Adventssonntage, an denen ich schon als kleiner Knirps, mit einer Spielzeuggitarre „bewaffnet“, um den leuchtenden Adventskranz mit der Mutter die bekannten Lieder zum Besten geben durfte. Oder wenn die Feiertage näher rückten und die Zeit des Backens begann! Wir herrlich war es, in einem unbeobachteten Augenblick den Finger in den köstlichen Kuchenteig zu legen und heimlich davon zu naschen!? Oder wenn der Großvater beim Nüsse knacken ein paar Märchen und Geschichten zum Besten gab? Für mich war es im wahrsten Sinne eine Zeit wirklichen Friedens und köstlicher, liebevoller Geborgenheit.

Sicherlich sind auch die heutigen Advents – und Weihnachtsmärkte schön und immer einen Besuch wert, mit Lebkuchen und Nikoläusen Ende August in den Supermärkten habe ich jedoch so meine Schwierigkeiten. Überhaupt ist heutzutage alles viel zu kommerziell und hat meines Erachtens mit adventlichem Erwarten und wirklicher, vorweihnachtlicher Freude nichts gemein, sei es hierzulande oder auch im heutigen Rumänien oder sonst wo.

Da kann sich jeder mal für sich selber ein Bild machen und eine Meinung bilden, was ihm wichtiger und wahrhaftiger erscheint, wenn so wie früher (öffentlich) gar nichts weihnachtliches gesagt wird, wobei man sich so danach gesehnt hätte, oder wenn heute in vermeintlich freier, „christlicher“ Gesellschaft bloß eins wichtig ist: Das Geld dem „Nächsten“ mit „Lichterglanz und Glühweinduft“ aus der Tasche zu ziehen!

Ich meine dass beides nicht das Wahre ist, so dass man, Gott sei dank, für sich selber herausfinden, gestalten und leben kann, was einem wichtig ist. Ich glaube wenn wir uns, ob Christen oder auch nicht, ein klein wenig an den Monatsspruch aus den täglichen Losungen für Dezember halten: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe (Matthäus 3,2), liegen wir gar nicht so verkehrt. Hier zeigt sich nämlich, wie gottgesandte, greifbare und tiefste Armut, dennoch einen jeden von uns so unheimlich reich und glücklich machen kann.

In diesem Sinne, allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Bruno Roth
Schwabach, 30.11.2010

Schwabach im Oktober 2010

Sehr geehrte Mitglieder der Kleinprobstdorfer Heimatortsgemeinschaft,

als Geschäftsführender Pfarrer der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Schwabach-St.Martin, möchte ich mich im Namen der Gemeinde und persönlich für die schlimme Panne bei Ihrem Treffen in Schwabach entschuldigen. Dadurch konnten Sie den Gottesdienst in der Dreieinigkeitskirche zu Beginn Ihres Treffens nicht feiern. Wir bedauern das sehr.

Auslöser der schlimmen Panne war nicht nachlässige Planung und Geringachtung Ihres Treffens sondern menschliches Versagen. Der diensthabende Mesner hatte trotz klarer Zuteilung Ihren Gottesdienst vergessen. Über das 24-Stunden Bereitschaftstelefon unserer Mesnerei/Hausmeisterei war er nicht erreichbar, da er das Diensthandy während eines Gottesdienstes in der Stadtkirche, den er zu betreuen hatte, ausgeschaltet, statt auf stumm gestellt hatte.

Ihm ist das Ganze persönlich furchtbar peinlich und tut ihm wahnsinnig leid. Bei Herrn Roth hat er sich auf eigenen Wunsch persönlich entschuldigt.

Ich wage es trotzdem Sie einzuladen, das Treffen Ihrer Heimatortsgemeinschaft mal wieder in Schwabach zu feiern. Als kleine Wiedergutmachung würde ich dann gerne Ihnen unsere Säle im Evangelischen Haus kostenlos zur Verfügung stellen, sofern Ihnen die Räumlichkeiten für geeignet erscheinen.

Dr.Paul-Hermann Zellfelder, Geschäftsführender Pfarrer, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schwabach-St.Martin

 

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Komm, heiliger Geist,
erfüll die Herzen deiner Gläubigen
und entzünd in ihnen das Feuer
deiner göttlichen Liebe,
der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen
die Völker der ganzen Welt
versammelt hast in Einigkeit des Glaubens
Halleluja, Halleluja !

(Pfingstlied Altkirchlich, Autor unbekannt)

 

 

Mit diesem alten Pfingstlied wünschen wir allen Kleinprobstdorfer Landsleuten und Freunden ein gesegnetes Pfingstfest mit möglichst viel der heiß ersehnten Sonne und recht schöne erholsame Tage.

Der Vorstand
der HOG-Kleinprobstdorf

Nürnberg, den 22.05.2010


Liebe Kleinprobstdorferinnen! Liebe Kleinprobstdorfer!

Am Karfreitag erreicht uns eine wunderbare Einladung des Paulus: Lasst euch versöhnen mit Gott!„ (2. Korinther 5, 20c). 
Versöhnung mit Gott, das ist ein großes Angebot. Gottes Einladung, sein Ruf zur Versöhnung, erschallt am Kreuz auf Golgatha. Versöhnung ist das Notwendigste, was wir Menschen brauchen, ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht. Zuallererst Versöhnung mit Gott. Denn ohne Versöhnung mit Gott wird die Versöhnung unter Menschen untergraben und unmöglich. Die meisten Menschen sind der Meinung, dass eine Versöhnung mit Gott nicht notwendig ist. Sie sprechen von dem „lieben Gott„, der sich dem Leben anpasst und das Beste daraus macht. Auf diese Weise lassen wir ihn aber ganz verschwinden in unserer eigenen Selbstherrlichkeit. Immer wieder trennt uns unsere Sünde von Gott. Da kann es nicht ausreichen, vom „lieben Gott„ zu reden, der unseren Vorstellungen gefälligst nachzukommen hat. Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha, er ist unser Versöhner mit Gott. Darum hat es Karfreitag werden müssen, darum hat Gott das Kreuz Christi aufgestellt, weil unsere Sünde uns von ihm trennt. Gott will uns in seiner Nähe haben, darum hat er als ewiger Richter das Urteil gesprochen: „Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht.„ (2. Korinther 5, 21a)
Darauf kommt es am Karfreitag an: Jesus ist für uns zum Sünder gemacht worden. So ist er der Versöhner, der Mittler. Er steht ganz bei Gott, dem Heiligen und zugleich bei uns sündhaften Menschen. Als Sünder von den Sündern verstoßen und als Sohn Gottes vom Vater zerschlagen, so bringt der Gekreuzigte Gott und Mensch zusammen und schafft Versöhnung und Frieden. Das ist die bleibende Botschaft von Karfreitag. Gott hat durch Jesus die Welt mit sich selber versöhnt. Gott hat das getan. Er hat Christus zur Sünde gemacht und an unserer Stelle verurteilt. Doch nun wissen wir, auf Karfreitag folgt sehr bald Ostern. Wäre Jesus von den Toten nicht auferstanden, dürften wir ihn nicht als den Christus, unseren Heiland und Erlöser halten und an ihn glauben. Erst der Auferstehungsglaube setzt die geschehene Versöhnung und die Vergebung Gottes in Kraft.

Darum nochmals die Einladung: „Lasst euch versöhnen mit Gott!„. Wer diese Einladung annimmt und daran glaubt, der findet Heimat bei Gott und beginnt ein neues Leben. 

Paulus sagt: 
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden!„ (2. Korinther 5, 17)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und rufe euch zu: „Der Herr ist auferstanden! Halleluja!„

Euer Gerhard Roth samt Familie 
Schwanenstadt, 31.03.10


Ostern

fotolia6466904xsVom Münster Trauerglocken klingen.
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,
das Grün aus allen Gräbern bricht,
die Ströme hell durch Land sich strecken,
der Wald ernst wie in Träumen spricht,
und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
soweit ins Land man schauen mag,
es ist ein tiefes Frühlingsschauern
als wie ein Auferstehungstag.


Josef von Eichendorff, 1788-1857


Wir wünschen allen Kleinprobstdorfer Landsleuten und Freunden, ob alt oder jung, ob gesund oder weniger gesund, ein gesegnetes, fröhliches und erholsames Osterfest. Besonders gedenken wir, gerade in diesen Tagen, unserer teuren Toten und befehlen Sie in die rettenden Hände unseres Erlösers. Möge auch Ihnen und uns allen am jüngsten Tage das (Oster – ) Licht der Auferstehung leuchten!

Der Vorstand
Nürnberg, 30.03.2010