Heimatglocken

Heimatglocken, hell und rein,
gehen tief ins Herz hinein.
Heimatglocken, süß und klar,
begleiteten uns das ganze Jahr.
Ihr Klang, der uns so vertraut,
bereitet uns heute Gänsehaut,
denn er liegt zurück so weit
in einer längst vergangenen Zeit.
Wenn sie zu Weihnachten erklangen,
war es, als ob Engel sangen.
Und das Lied, das sie schufen,
hat uns zum Gottesdienst gerufen.
In der Kirche der Weihnachtsbaum
war wie aus einem schönen Traum.
Und die Lichter seiner Kerzen
brennen nunmehr in unseren Herzen.
In unseren Gedanken erklingt heute
der Heimatglocken festliches Geläute.
Wenn wir unterm Baume singen,
werden sie im Herzen erklingen;
und wir denken dann ein Stück
an Weihnachten daheim zurück.

verfasst von Uwe Schuller, Sept. 2011 / Dez. 2011

 

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende ereignisreiche Jahr 2011 bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Nürnberg, den 24.12.2011


Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.


Lukas 2, 10

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!
Wir feiern Weihnachten, das Fest der Familie, der Freude und der vielen Geschenke.

Der Dichter Joachim Ringelnatz schreibt:

„Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei, was in dir wohnt,
an Meinung, Geschmack und Humor,
sodass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, dass dein Geschenk du selber bist.“

Wann schenken, wenn nicht am Heiligen Abend und zu Weihnachten?
Weihnachten ist doch Geburtstag. Ein echtes Familienfest!
Wir Menschenkinder bekommen in Gott einen Vater, einen himmlischen Vater und in Jesus Christus einen Bruder.

Wir feiern Weihnachten, weil Gott uns das größte Geschenk macht: seinen Sohn, den Heiland und Erlöser. Was würde passieren, wenn Gott auf dieses wunderbare Geschenk verzichtet hätte? Darum wollen auch wir auf unser Geschenk Gott gegenüber nicht verzichten und nicht vergessen. Geben wir und schenken wir ihm unser Leben! Beschenken wir uns gegenseitig und untereinander mit etwas mehr Zeit und Verständnis für einander! Denken wir aneinander und danken wir füreinander – gerade in der Weihnachtszeit!

Machen wir uns am Heiligen Abend und zu Weihnachten auf den Weg zur Krippe, dann kehren wir als Beschenkte zurück. Denn wer sein Herz an Jesus verliert, der hat das Leben schon so gut wie gewonnen. So wie der große Liederdichter Paul Gerhardt sagt:

„Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und lass dir´s wohl gefallen.“ (EG 37, 1)

Damit wünsche ich euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes gnädigen Beistand im neuen Jahr 2012!

Euer Gerhard Roth, samt Familie

dsc02967Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,
herzlich willkommen auf unserer Internetseite

Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.
Monatsspruch Dezember, Jesaja 54,7

Advent (lateinisch adventus) bedeutet Ankunft. Die Adventszeit ist die festlich begangene Zeit der Vorbereitung und Erwartung der Ankunft Christi. Das Licht ist ein Symbol für Hoffnung und die Abwehr des Bösen, und es vertreibt die Dunkelheit. Für die Adventszeit wird ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, auf dem 4 Kerzen angebracht werden.

Ursprung des Adventkranzes
Schon aus der Antike kennen wir den Kranz als Siegeszeichen. Der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz soll Symbol für den Kampf des Christen gegen das Dunkle des Lebens sein.

Diese schöne Sitte ist ein sehr junger vorweihnachtlicher Brauch, der noch zu Beginn unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Familien unbekannt war.

Der evangelische Theologe Johann Wichern benutzte am 1. Advent des Jahres 1838 kranzförmig aufgestellte bunte Wachskerzen zur Andacht. Allmählich hat sich die Sitte des Adventskranzes dann von Norddeutschland aus weiter verbreitet.

Nach dem 1. Weltkrieg hat u. a. die Jugendbewegung dem Adventskranz zu seiner heutigen Verbreitung verholfen. Um 1935 wurden dann die ersten häuslichen Adventskränze auch kirchlich geweiht, so wie es bis heute Brauch ist.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.“

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf wünscht allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Liebe Landsleute und Freunde,

die beiden DVDs mit Bildern und Videos unserer unvergesslichen Reise in die alte Heimat vom Juli 2011 sind nun fertig geworden. Auf einer DVD ist der Gottesdienst und die Friedhofsandacht aus Kleinprobstdorf – und auf der Zweiten der Rest unserer Reise in schönen Impressionen aufgezeichnet. Es ist von nostalgisch – ernst bis heiter und lustig alles geboten. Die Reiseteilnehmer sind bereits damit bestückt worden und wer die DVDs sonst noch mag kann sie bei mir bestellen. Ich erlaube mir eine „Schutzgebühr“ dafür zu erheben, von der ich für mich lediglich den Preis für die Rohlinge und die Verpackungs – und Versandkosten abziehen möchte, der große Rest geht an die HOG-Kleinprobstdorf, die gewiss eine sinnvolle Verwendung dafür findet. Eine DVD soll 6 Euro (12 Euro für beide) zzgl. 2 Euro Porto – und Versand kosten. Also, nichts wie bestellen, das „Reinschauen“ lohnt sich auf jeden Fall und es ist dazu noch eine gute Tat für die Heimatortsgemeinschaft, bzw. Kleinprobstdorf!

Mit lieben Grüßen
Bruno Roth

Rupprechtstrasse 3
91126 Schwabach
Tel: 09122-693533
mail: bruno-roth@outlook.de 

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cimg6286Liebe Kleinprobstdorfer Landsleute
Liebe Freundinnen und Freunde

Unsere Reise in die Heimat Kleinprobstdorf liegt nun bereits etliche Tage hinter uns. An dieser Stelle möchte ich auf die Berichte verschiedener Teilnehmer unserer unvergesslichen „Heimreise“ unter der Rubrik „Aktuelles“ hinweisen. Hier findet ihr einen wunderschönen Beitrag von Maria Grigori, der voraussichtlich auch in der Siebenbürgischen Zeitung erscheint, einen detaillierten, ebenso schönen Bericht von Uwe Schuller und auch ich habe wieder mal die „Feder geschwungen“.
Des Weiteren gibt es auf www.copsa-mica.ro auch eine Pressemitteilung des Bürgermeisteramtes zu unserer Reise, die ich nach bestem Wissen und Gewissen kopiert und auch ins Deutsche übersetzt – an dieser Stelle eingebracht habe.

Zahlreiche Fotos von (bis jetzt) Helmi Neubauer, Martin Lienerth, Gerlinde Roth, Hans & Erika Barth und von mir, sind bereits oder folgen noch im Bereich „Bilder“ – Herzlichen Dank an die Fotografinnen und Fotografen! An die zahlreichen anderen Mitreisenden die noch schöne Bilder haben und sie ebenfalls herzeigen möchten, ergeht noch mal der Aufruf: „Her damit“!! Mit dem Erstellen einer DVD habe ich bereits begonnen, bis zur Fertigstellung wird jedoch noch ein bisschen Zeit vergehen – wenn es soweit ist folgt hier eine Info.

Ans Herz legen möchte ich euch auch verschiedene schöne Gedichte und Beiträge von Uwe Schuller die er anlässlich der Reise im Bus vorgetragen – und dafür viel Applaus bekommen hat, sie sind in der Rubrik „Beiträge“ zu finden.

Vielleicht erklären uns „Heimkehrer“ viele eher skeptische Landsleute für verrückt, ich wende mich jedoch vor allem an die vielen die auch sehr gerne mitgekommen wären, jedoch aus den verschiedensten Gründen nicht konnten, aber auch denjenigen die mit Kleinprobstdorf „abgeschlossen“ haben sei respektvoll gesagt, daß es für uns alle, unvergleichliche Tage mit bleibenden, beispiellosen Eindrücken waren, die man kaum in Worte fassen kann – doch lest und schaut selbst mal….

Viel Vergnügen dabei!

Bruno Roth, Schwabach den 25.07.2011

Liebe Landsleute, liebe Freunde,

Mit großen Schritten naht unsere Reise in die alte Heimat.Ich persönlich freue mich ungemein darauf und hoffe dass es allen Teilnehmern ähnlich ergeht. Natürlich wünschen wir uns alle, generell ein gutes Gelingen, schönes Wetter, unvergessliche Tage und dass wir alle wieder heil nachhause kommen. Wir wollen und sollen auch nicht vergessen, dass bei so einem Projekt auch mal kleine Unannehmlichkeiten, spontane Änderungen, Wartezeiten, etc. auftreten können. Die meisten von uns wissen bestimmt noch, dass man in Rumänien – trotz überaus positiven Errungenschaften und EU – Beitritt – manchmal ein bisschen Geduld haben muss.

Deshalb wollen wir, falls was schief geht, nicht in Kritik verfallen, sondern vielmehr unserem „Hanzi“ (Folea-Stamp) mit Familie, bereits im voraus von Herzen danken. Ich erlebe es (gelegentlich) aus nächster Nähe, was er wieder mal auf sich genommen hat und was er erneut für unsere Gemeinschaft leistet. Wir können und dürfen uns alle glücklich schätzen dass wir ihn haben! An die „Fotografen“ unter uns ergeht die Bitte die Ausrüstung nicht zu vergessen, wir wollen schließlich für uns und alle die nicht mitfahren konnten, sowie alle Interessierten unsere Erlebnisse dokumentieren. Mein Camcorder hat leider vor kurzem „den Geist aufgegeben“, vielleicht hat jemand noch einen und filmt auch ein bisschen. Bestimmt entsteht nachher wieder eine DVD, Fotoshow, oder Ähnliches. Zwecks den genauen Reiseinformationen wird Hans in bewährter Form weiter informieren, er allein ist Organisator und kennt die Abläufe. Und nun wünsche ich allen Landsleuten alles Gute und beste Gesundheit und den Teilnehmern dass wir uns bald frisch und munter in Nürnberg sehen.

Klienpriusterf – mer kun!!
Gott erhold ich!

Bruno Roth, 24.06.2011

 

osternLiebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

einige von Euch erinnern sich sicherlich noch an meinen Text, den ich bezüglich des Weihnachtsfests verfasst hatte. Warum erwähne ich das jetzt? Nun, Ostern hat mit Weihnachten leider etwas Negatives gemeinsam: Die beiden wichtigsten christlichen Feiertage sind leider, wie so vieles in unserem heutigen Leben, stark von Kommerz und Konsum geprägt.
Ebenso wie der Einzelhandel bereits Monate vor Heiligabend sein Sortiment, seine Deko-ration und seine Werbung auf Weihnachten ausrichtet, genau dergleichen geschieht auch vor dem Osterfest: Bereits Mitte März oder bisweilen sogar Ende Februar wird man allerorts in den Läden bunter Ostereier und sonstiger Osterdekoration gewahr. Das ist in meinen Augen höchst ärgerlich, schade und bedauerlich, denn diese Reizüberflutung verdirbt einem die ganze Freude auf das eigentliche Fest. Wenn man bereits Monate vor Ostern überall (gezwungenermaßen) Ostereier sieht beziehungsweise sehen muss, wird man derer schell überdrüssig und hat sich irgendwann „sattgesehen“, sodass die Ostereier dann zu Ostern nichts Besonderes mehr sind. Soviel dazu.
Erinnern wir uns doch einmal zurück, wie Ostern in Siebenbürgen zelebriert wurde. Da ich zum Zeitpunkt unserer Auswanderung im Jahr 1990 elf Jahre alt war, kann ich von Ostern in Siebenbürgen nur aus der Perspektive eines Kindes erzählen: Sosehr Ostern hierzulande vom Kommerz geprägt ist, sosehr war Ostern in Siebenbürgen erfreulicherweise von unserem dortigen naturnahen Leben geprägt. Das fing schon damit an, dass wir uns einige Tage oder mitunter gar einige Wochen vor Ostern hinaus in den Wald begaben, um dort Moos für den Nestbau zu sammeln. Oft nahm dieses Unterfangen mehrere Stunden in Anspruch, zumal wir meistens nicht nur die Geschwister, sondern gemeinsam mit Cousins und Freunden auf Moossuche gingen. Jeder sammelte dann sozusagen für jeden. Da kam es dann öfter vor, dass wir mit mehr als einem „Fälpes“ voller Moos heimkamen. Wenn die Nester fertig waren, fieberten wir erwartungsvoll dem Osterhasen entgegen.
Ich persönlich fand das Suchen der Nester mindestens genauso spannend und aufregend wie den eigentlichen Inhalt. Im Gegensatz zu heutigen Tagen, wo viele Menschen „eingepfercht“ in Städten leben, hatte der Osterhase in Siebenbürgen in unseren Dörfern und Gemeinden mannigfaltigste Versteckmöglichkeiten für die Osternester, beispiels-weise die Scheune, den Schuppen, zahlreiche Sträucher und Hecken im Garten, dazu noch etliche Ecken und Winkel in Haus und Hof. 
Hatte man alles durchkämmt und die Nestverstecke entlarvt, war die Freude oft über-schwänglich, denn das, was zutage trat, ließ offensichtlich werden, dass man für das Suchen reichlich belohnt wurde: Neben zahlreichen bunten Eiern waren zuweilen auch Süßigkeiten aus Deutschland im Nest. Wie fast alle Kinder damals war auch ich verrückt nach derlei Süßigkeiten, sei es Bonbons, Schokolade, Kaugummi und was es sonst noch alles gibt. 

Es ist für mich heute schwierig zu sagen, ob für mich früher in Siebenbürgen der Oster-sonntag oder der Ostermontag aufregender war, denn jeder Siebenbürger Sachse wird sich garantiert noch an einen Brauch erinnern, welcher auf Ostermontag datiert war: Ich spreche hier natürlich vom „Bespritzen“! Ich muss sagen, aus männlicher Sicht war dieses „Bespritzen“ eine schöne Sache. Man hatte eine Menge Spaß, ging man doch meistens mit mehreren Jungs in einer Gruppe durch das Dorf, von Straße zu Straße, von Haus zu Haus, um den Mädchen allesamt reihum ein Paar Tropfen seines mehr oder weniger erträglich riechenden „Duftwassers“ auf das Haupt zu verabreichen, um dafür im Gegenzug ein gefärbtes Osterei zu erhalten, zumindest wenn man ein Jungspund war; Erwachsene bekamen zumeist etwas zum „Zurpen“. Wenn man dann irgendwann nachmittags oder spätnachmittags die gesamte weibliche Belegschaft des Dorfes „bespritzt“ hatte, ging man mit einem ganzen Korb oder einer Einkaufstüte voller Eier nach Hause. Da Birthälm, wo ich von meinem 2. bis zum 11. Lebensjahr lebte, ein ziemlich großes Dorf ist, kamen so viele Eier zusammen, dass wir oftmals noch während des „Bespritzens“ zwischendurch nach Hause gehen mussten, um uns der gesammelten Eier zu entledigen. Diese wurden dann meistens zu einem leckeren Eieraufstrich verarbeitet. Vorher jedoch kamen sie noch in verschiedenen Spielen wie „Oacher tutzen“ zum Einsatz.

Wenn ich heute zurückdenke und mir die weibliche Perspektive dieses „Bespritzrituals“ vorstelle, muss ich sagen, dass mir die Mädchen Leid tun. Dass sie einsam zu Hause saßen und auf die Bespritzer warten mussten, während die Jungs vergnügt durch das Dorf zogen, erscheint mir dabei sogar noch eher als das kleinere Übel. Was noch viel schlimmer gewesen sein muss, war die Ladung „Patschuli“, welche die Frauen im Laufe des Tages von etlichen Männern in die Haare bekamen. Es dürfte für die Mädels eine olfaktorische Zumutung gewesen sein! Viele dieser „Patschulis“ rochen bereits einzeln furchtbar, ganz zu schweigen von der Mischung, die sich auf manchem Kopf ergab. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei vielen Frauen mehrere Tage dauerte, bis sie diesen Gestank wieder vollständig aus den Haaren herausgespült hatten.
Ich erinnere mich auch noch sehr gut daran, dass so manches Mädchen alles andere als begeistert dreinblickte, wenn wir mit mehreren Jungs, jeder mit seinem Patschuli-fläschchen „bewaffnet“, in der Tür standen und fragten: „Äs et erlouwt zem besprätzen?“ Manchmal kam es sogar vor, dass manche Mädchen weder ein „Cha“ noch ein „Näi“ über die Lippen brachten, sodass die Mutter dann stellvertretend einsprang und antwortete: „Cha frällech äs et erlouwt!“, woraufhin dann Mutter und Tochter mit den oft zweifel-haften Düften aus den Patschulifläschchen „eingenässt“ wurden. Heute wird dieser Brauch nur noch von sehr wenigen Siebenbürger Sachsen gepflegt. Für die Männer bleibt demzufolge nur noch die schöne Erinnerung daran, während die Frauen, so vermute ich, das Ganze eher mit Erleichterung sehen, dass sie sich nicht mehr diesen größtenteils fürchterlichen Düften aussetzen müssen.

Wenn man nun noch bedenkt, dass viele unserer Siebenbürger Landsleute hierzulande in Apartments oder Wohnungen in mittelgroßen oder sogar großen Städten leben, dann stellt man fest, dass es diesen Leuten schwer möglich ist, am Ostersonntag für ihre Kinder die Osternester irgendwo zu verstecken. So bleibt vielen Kindern die aufregende Suche nach den Nestern zumeist leider verwehrt. 
Wenn also der Brauch des Bespritzens ohnehin so gut wie gestorben ist, weil die Sachsen in ganz Deutschland verstreut leben und wenn es zudem vielen kaum oder nur bedingt möglich ist, ihren Nachwuchs mit versteckten Nestern zu erfreuen, wie soll man dann Ostern überhaupt feiern? Ostern ist ja gewissermaßen, wie auch Weihnachten, ein Fest der Familie. Deshalb sollte man einfach das tun, was im oftmals hektischen (Berufs)alltag meistens zu kurz kommt: Man schenkt den Menschen, die einem viel bedeuten und einem sehr nahe stehen, am Osterwochenende viel Aufmerksamkeit und einen gehörigen Teil seiner Zeit. 
Wie man diese Zeit verbringt, ist jedem selbst überlassen. Ob man eher ernst ist, sich seine Sorgen, Nöte und Ängste erzählt, oder ob man lieber ausgelassen ist, herumalbert und beispielsweise lustige Gesellschaftsspiele spielt – all das hängt sicherlich auch von der aktuellen Laune und der momentanen privaten, gesundheitlichen und beruflichen Situation ab. 
Und selbstverständlich gehören zu Ostern immer auch bunte Ostereier dazu, vor allem, um sie den Kindern als kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, um ihnen eine Freude zu bereiten. Überdies dürfen sich natürlich auch einige Süßigkeiten im Osternest wiederfinden, gleichwohl sollte man auf das Schenken von Spielzeug, Handys, Computerspielen und dergleichen verzichten, denn es gilt, die Kinder nicht zu ver-hätscheln, sondern sie von kleinauf zu maßvollen Bürgern zu erziehen.

Ich habe, wie bereits zu Weihnachten, wieder ein Gedicht geschrieben. Es ist zwar kein typisches Ostergedicht, dennoch halte ich es für durchaus passend, zumal es zum Nachdenken anregt beziehungsweise anregen sollte. Gerade an Ostern, einem der größten und bedeutendsten christlichen Feiertage, sollten wir alle zumindest einen Moment innehalten. Wir sollten an all jene Menschen auf dieser Welt denken, denen das Schicksal nicht so wohlgesinnt ist wie uns. Menschen, die aufgrund von Kriegen, Konflikten, Katastrophen, Krankheiten, Hunger und weiterer Not gequält und gepeinigt werden. Wir sollten darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, ihr Leid zu mindern. Es darf allerdings nicht beim Denken bleiben. Dem Denken muss Handeln folgen. 
Wir sollten zudem auch folgendes stets bedenken: Wir alle sind auf diesem paradiesisch schönen Planeten nur zu Gast; Die Naturschönheit und die Artenvielfalt unserer Erde für die Nachwelt zu bewahren und dazu beizutragen, dass dieser Planet auch für unsere Nachkommen noch lebens- und liebenswert ist, das ist die Pflicht jedes einzelnen Erdenbürgers. Ich persönlich halte es sogar für mehr als eine Pflicht: Ich sehe es als einen gehörigen Teil dessen, was den Sinn unseres Daseins überhaupt ausmacht. Ebenfalls immer vor Augen halten sollten wir uns, dass Reichtum, Ruhm, Macht sowie Luxus für ein glückliches und erfülltes Leben vollkommen unbedeutend, unerheblich und somit nicht erstrebenswert sind. Jene, denen bewusst ist, dass sich Glück wie ein Bumerang verhält, diejenigen haben den Schlüssel zum Glück gefunden: Schenke anderen Menschen Glück und Dir ist gewiss, dass Du auch Glück erfahren wirst.

Oder wie es die aus dem Banat stammende Schlagersängerin Mara Kayser in einem ihrer Lieder ausdrückte:

„Willst Du glücklich sein im Leben,
schenk’ den anderen Menschen Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigene Herz zurück!“

In diesem Sinne wünsche ich allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes und besinnliches Osterfest.

Schöne Grüße

Uwe Schuller,
21.04.2011

 

 

Appell an die Verantwortung

In unserer globalisierten Welt
dreht sich alles nur ums Geld.
Auf den Parketten der Börsen tanzen
die Börsianer im Takte der Finanzen.
Und hinterlassen ihre widerlichen Spuren
als des Kapitals erbärmliche Huren,
wobei sie mit dem Kapital jonglieren
und dabei ganze Nationen ruinieren.
Und auch die Spitzenmanager dieser Welt
raffen zusammen, was das Zeug hält.
Ihre Abfindungen gehen in die Millionen,
während andere unter Brücken wohnen.
Sie tätigen riskante und unsinnige Spekulationen,
anstatt zu spenden an wohltätige Organisationen.

Alles dreht sich auf Schritt und Tritt
vornehmlich um Umsatz und Profit.
Es geht nur um Gewinne und ums Investieren
und darum, dass Investitionen sich rentieren.
In der Wirtschaft wächst das Kapital,
in der Gesellschaft schwindet die Moral.
Wo bleibt das, was man schätzte und ehrte,
wo bleiben die Tugenden und Werte?
Die meisten sind nur auf ihren Vorteil fixiert
und darauf, dass sich ihr Handeln rentiert.
Es mangelt an gesellschaftlichem Zusammenhalt,
viele verhalten sich ihren Mitmenschen gegenüber kalt.
Viele haben kein Gewissen und kein Herz,
es geht nur um Konsum und Kommerz.
Wo bleibt in dieser hektischen Zeit
das Mitgefühl und die Gerechtigkeit?

Brüderlichkeit, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt
zwischen Groß und Klein, Jung und Alt,
übergreifend zwischen allen Nationen,
zwischen allen Rassen, Hautfarben und Religionen:
Solidarität sollte eine Selbstverständlichkeit sein;
Niemand bleibt in seiner Not allein.

 

Wir sollten uns stets unserer Werte besinnen
und uns immer an unsere Pflicht erinnern;
Wir sollten Werte und Tugenden weitergeben,
damit sie auch in Zukunft weiterleben,
damit auch unser Nachwuchs jederzeit
sich solidarisch zeigt und hilfsbereit.
Wir sollten intensiven Naturschutz betreiben,
soll diese Erde doch für unsere Nachkommen
lebenswert und in ihrer Schönheit erhalten bleiben.

Dieser Planet ist aus dem Gleichgewicht,
doch viele interessiert das offenbar nicht:
Sie schauen weg, schweigen und ignorieren,
anstatt den Ernst der Lage zu kapieren.
Wir müssen begreifen und versteh’n:
So kann es nicht mehr weitergeh’n!
Noch können wir unser Schicksal wenden,
bevor wir in der Katastrophe enden.
Gefragt sind jetzt Vernunft und Verstand,
sonst fahren wir ungebremst gegen die Wand.
Wir sollten aufhören zu schweigen,
wir müssen alle Verantwortung zeigen!
Unser aller Lebensstil muss sich wandeln,
wir müssen alle entschlossen handeln.
Wir müssen unsere Lebensart überdenken,
wollen wir die Zukunft nicht verschenken.

Es ist allerhöchste Zeit
für das Ende maßloser Bequemlichkeit.
Wichtig sind nicht Reichtum und Geld,
es ist unsere Verantwortung, die zählt:
Die Verantwortung gegenüber unserer Nachwelt.
Handeln wir, solange die Möglichkeit besteht,
denn übermorgen ist es bereits zu spät.
Packen wir es alle gemeinsam an,
weil jeder einzelne etwas bewirken kann!

 

 

Uwe Schuller

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

drei OstereierWir feiern das Osterfest, die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus!

Ostern tut gut
Wir atmen auf und freuen uns am Frühling und an der milden Sonne. Dazu kommen die leuchtenden Osterglocken und die vielen bunten Tulpen. In vielen Häusern und Familien gibt es das gemütliche Osterfrühstück, Eiersuchen mit Kindern und Enkelkindern, sowie den ersten Ausflug in die grüne Natur.

Ostern tut gut und weckt neue Hoffnung
Ostern erinnert vor allem an den hoffnungsvollsten Tag der Weltgeschichte. Keine Nachricht hat die Welt mehr verändert als diese: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Aus Angst wird Zuversicht, aus Verzweiflung wird neue Hoffnung, trotz Sterben beginnt neues Leben. Wie die Natur nach einem langen Winter zu neuem Leben erwacht und aus dem frostigen Boden die ersten zarten Knospen hervorbrechen, so ist Hoffnung für unser Leben angesagt. Wir freuen uns an der Auferstehung. Wir feiern den Sieg des Lebens über den Tod, auch wenn wir uns immer wieder von dem einem oder anderen geliebten Menschen verabschieden müssen. Wir freuen uns darüber, dass der Tod nicht mehr das letzte Wort hat, sondern der auferstandene Herr und Heiland Jesus Christus.
Green GrassEr hat gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“
(Johannes 11, 25-26)

Ostern tut gut, weckt neue Hoffnung und erinnert an Jesus
Weil Jesus Christus auferstanden ist, gehören Menschen, die an ihn glauben und ihm vertrauen, schon jetzt zur neuen Welt Gottes. Was auch immer kommt, wir sind geborgen und gut aufgehoben. Was auch geschieht, wir wissen, dass Jesus uns nie mehr verlässt und immer bei uns ist. Er ruft uns allen zu: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Johannes 14, 19)

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Euer Gerhard Roth, Pfarrer
Schwanenstadt, 21.04.2011

fotolia6466904xsOsterwunsch

Ich wünsche euch zum Osterfest,
dass ihr mit Freuden seht,
wie alles, weil´s der Himmel will
wahrhaftig aufersteht.
Das Dunkle weicht, das Kalte schmilzt,
erstarrte Wasser fließen
und duftend bricht die Erde auf,
um wieder neu zu sprießen.
Wir alle müssen eines Tages
von dieser Erde geh´n.
Wir werden, wenn der Himmel will,
wie Ostern auferstehn!

Volksgut

 

Wir wünschen allen Kleinprobstdorfer Landsleuten und Freunden ein gesegnetes, erholsames und fröhliches Osterfest. Wir denken an alle, denen es nicht gut geht und wünschen von Herzen gute Besserung. Besonders gedenken wir, gerade in diesen Tagen, unserer teuren Toten und befehlen Sie in die rettenden Hände unseres Erlösers. Möge auch Ihnen und uns allen am jüngsten Tage das (Oster – ) Licht der Auferstehung leuchten!


Der Vorstand
Nürnberg, 18.04.2011