Liebe Landsleute, liebe Freunde,

Mit großen Schritten naht unsere Reise in die alte Heimat.Ich persönlich freue mich ungemein darauf und hoffe dass es allen Teilnehmern ähnlich ergeht. Natürlich wünschen wir uns alle, generell ein gutes Gelingen, schönes Wetter, unvergessliche Tage und dass wir alle wieder heil nachhause kommen. Wir wollen und sollen auch nicht vergessen, dass bei so einem Projekt auch mal kleine Unannehmlichkeiten, spontane Änderungen, Wartezeiten, etc. auftreten können. Die meisten von uns wissen bestimmt noch, dass man in Rumänien – trotz überaus positiven Errungenschaften und EU – Beitritt – manchmal ein bisschen Geduld haben muss.

Deshalb wollen wir, falls was schief geht, nicht in Kritik verfallen, sondern vielmehr unserem „Hanzi“ (Folea-Stamp) mit Familie, bereits im voraus von Herzen danken. Ich erlebe es (gelegentlich) aus nächster Nähe, was er wieder mal auf sich genommen hat und was er erneut für unsere Gemeinschaft leistet. Wir können und dürfen uns alle glücklich schätzen dass wir ihn haben! An die „Fotografen“ unter uns ergeht die Bitte die Ausrüstung nicht zu vergessen, wir wollen schließlich für uns und alle die nicht mitfahren konnten, sowie alle Interessierten unsere Erlebnisse dokumentieren. Mein Camcorder hat leider vor kurzem „den Geist aufgegeben“, vielleicht hat jemand noch einen und filmt auch ein bisschen. Bestimmt entsteht nachher wieder eine DVD, Fotoshow, oder Ähnliches. Zwecks den genauen Reiseinformationen wird Hans in bewährter Form weiter informieren, er allein ist Organisator und kennt die Abläufe. Und nun wünsche ich allen Landsleuten alles Gute und beste Gesundheit und den Teilnehmern dass wir uns bald frisch und munter in Nürnberg sehen.

Klienpriusterf – mer kun!!
Gott erhold ich!

Bruno Roth, 24.06.2011

 
Print Friendly, PDF & Email

osternLiebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

einige von Euch erinnern sich sicherlich noch an meinen Text, den ich bezüglich des Weihnachtsfests verfasst hatte. Warum erwähne ich das jetzt? Nun, Ostern hat mit Weihnachten leider etwas Negatives gemeinsam: Die beiden wichtigsten christlichen Feiertage sind leider, wie so vieles in unserem heutigen Leben, stark von Kommerz und Konsum geprägt.
Ebenso wie der Einzelhandel bereits Monate vor Heiligabend sein Sortiment, seine Deko-ration und seine Werbung auf Weihnachten ausrichtet, genau dergleichen geschieht auch vor dem Osterfest: Bereits Mitte März oder bisweilen sogar Ende Februar wird man allerorts in den Läden bunter Ostereier und sonstiger Osterdekoration gewahr. Das ist in meinen Augen höchst ärgerlich, schade und bedauerlich, denn diese Reizüberflutung verdirbt einem die ganze Freude auf das eigentliche Fest. Wenn man bereits Monate vor Ostern überall (gezwungenermaßen) Ostereier sieht beziehungsweise sehen muss, wird man derer schell überdrüssig und hat sich irgendwann „sattgesehen“, sodass die Ostereier dann zu Ostern nichts Besonderes mehr sind. Soviel dazu.
Erinnern wir uns doch einmal zurück, wie Ostern in Siebenbürgen zelebriert wurde. Da ich zum Zeitpunkt unserer Auswanderung im Jahr 1990 elf Jahre alt war, kann ich von Ostern in Siebenbürgen nur aus der Perspektive eines Kindes erzählen: Sosehr Ostern hierzulande vom Kommerz geprägt ist, sosehr war Ostern in Siebenbürgen erfreulicherweise von unserem dortigen naturnahen Leben geprägt. Das fing schon damit an, dass wir uns einige Tage oder mitunter gar einige Wochen vor Ostern hinaus in den Wald begaben, um dort Moos für den Nestbau zu sammeln. Oft nahm dieses Unterfangen mehrere Stunden in Anspruch, zumal wir meistens nicht nur die Geschwister, sondern gemeinsam mit Cousins und Freunden auf Moossuche gingen. Jeder sammelte dann sozusagen für jeden. Da kam es dann öfter vor, dass wir mit mehr als einem „Fälpes“ voller Moos heimkamen. Wenn die Nester fertig waren, fieberten wir erwartungsvoll dem Osterhasen entgegen.
Ich persönlich fand das Suchen der Nester mindestens genauso spannend und aufregend wie den eigentlichen Inhalt. Im Gegensatz zu heutigen Tagen, wo viele Menschen „eingepfercht“ in Städten leben, hatte der Osterhase in Siebenbürgen in unseren Dörfern und Gemeinden mannigfaltigste Versteckmöglichkeiten für die Osternester, beispiels-weise die Scheune, den Schuppen, zahlreiche Sträucher und Hecken im Garten, dazu noch etliche Ecken und Winkel in Haus und Hof. 
Hatte man alles durchkämmt und die Nestverstecke entlarvt, war die Freude oft über-schwänglich, denn das, was zutage trat, ließ offensichtlich werden, dass man für das Suchen reichlich belohnt wurde: Neben zahlreichen bunten Eiern waren zuweilen auch Süßigkeiten aus Deutschland im Nest. Wie fast alle Kinder damals war auch ich verrückt nach derlei Süßigkeiten, sei es Bonbons, Schokolade, Kaugummi und was es sonst noch alles gibt. 

Es ist für mich heute schwierig zu sagen, ob für mich früher in Siebenbürgen der Oster-sonntag oder der Ostermontag aufregender war, denn jeder Siebenbürger Sachse wird sich garantiert noch an einen Brauch erinnern, welcher auf Ostermontag datiert war: Ich spreche hier natürlich vom „Bespritzen“! Ich muss sagen, aus männlicher Sicht war dieses „Bespritzen“ eine schöne Sache. Man hatte eine Menge Spaß, ging man doch meistens mit mehreren Jungs in einer Gruppe durch das Dorf, von Straße zu Straße, von Haus zu Haus, um den Mädchen allesamt reihum ein Paar Tropfen seines mehr oder weniger erträglich riechenden „Duftwassers“ auf das Haupt zu verabreichen, um dafür im Gegenzug ein gefärbtes Osterei zu erhalten, zumindest wenn man ein Jungspund war; Erwachsene bekamen zumeist etwas zum „Zurpen“. Wenn man dann irgendwann nachmittags oder spätnachmittags die gesamte weibliche Belegschaft des Dorfes „bespritzt“ hatte, ging man mit einem ganzen Korb oder einer Einkaufstüte voller Eier nach Hause. Da Birthälm, wo ich von meinem 2. bis zum 11. Lebensjahr lebte, ein ziemlich großes Dorf ist, kamen so viele Eier zusammen, dass wir oftmals noch während des „Bespritzens“ zwischendurch nach Hause gehen mussten, um uns der gesammelten Eier zu entledigen. Diese wurden dann meistens zu einem leckeren Eieraufstrich verarbeitet. Vorher jedoch kamen sie noch in verschiedenen Spielen wie „Oacher tutzen“ zum Einsatz.

Wenn ich heute zurückdenke und mir die weibliche Perspektive dieses „Bespritzrituals“ vorstelle, muss ich sagen, dass mir die Mädchen Leid tun. Dass sie einsam zu Hause saßen und auf die Bespritzer warten mussten, während die Jungs vergnügt durch das Dorf zogen, erscheint mir dabei sogar noch eher als das kleinere Übel. Was noch viel schlimmer gewesen sein muss, war die Ladung „Patschuli“, welche die Frauen im Laufe des Tages von etlichen Männern in die Haare bekamen. Es dürfte für die Mädels eine olfaktorische Zumutung gewesen sein! Viele dieser „Patschulis“ rochen bereits einzeln furchtbar, ganz zu schweigen von der Mischung, die sich auf manchem Kopf ergab. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei vielen Frauen mehrere Tage dauerte, bis sie diesen Gestank wieder vollständig aus den Haaren herausgespült hatten.
Ich erinnere mich auch noch sehr gut daran, dass so manches Mädchen alles andere als begeistert dreinblickte, wenn wir mit mehreren Jungs, jeder mit seinem Patschuli-fläschchen „bewaffnet“, in der Tür standen und fragten: „Äs et erlouwt zem besprätzen?“ Manchmal kam es sogar vor, dass manche Mädchen weder ein „Cha“ noch ein „Näi“ über die Lippen brachten, sodass die Mutter dann stellvertretend einsprang und antwortete: „Cha frällech äs et erlouwt!“, woraufhin dann Mutter und Tochter mit den oft zweifel-haften Düften aus den Patschulifläschchen „eingenässt“ wurden. Heute wird dieser Brauch nur noch von sehr wenigen Siebenbürger Sachsen gepflegt. Für die Männer bleibt demzufolge nur noch die schöne Erinnerung daran, während die Frauen, so vermute ich, das Ganze eher mit Erleichterung sehen, dass sie sich nicht mehr diesen größtenteils fürchterlichen Düften aussetzen müssen.

Wenn man nun noch bedenkt, dass viele unserer Siebenbürger Landsleute hierzulande in Apartments oder Wohnungen in mittelgroßen oder sogar großen Städten leben, dann stellt man fest, dass es diesen Leuten schwer möglich ist, am Ostersonntag für ihre Kinder die Osternester irgendwo zu verstecken. So bleibt vielen Kindern die aufregende Suche nach den Nestern zumeist leider verwehrt. 
Wenn also der Brauch des Bespritzens ohnehin so gut wie gestorben ist, weil die Sachsen in ganz Deutschland verstreut leben und wenn es zudem vielen kaum oder nur bedingt möglich ist, ihren Nachwuchs mit versteckten Nestern zu erfreuen, wie soll man dann Ostern überhaupt feiern? Ostern ist ja gewissermaßen, wie auch Weihnachten, ein Fest der Familie. Deshalb sollte man einfach das tun, was im oftmals hektischen (Berufs)alltag meistens zu kurz kommt: Man schenkt den Menschen, die einem viel bedeuten und einem sehr nahe stehen, am Osterwochenende viel Aufmerksamkeit und einen gehörigen Teil seiner Zeit. 
Wie man diese Zeit verbringt, ist jedem selbst überlassen. Ob man eher ernst ist, sich seine Sorgen, Nöte und Ängste erzählt, oder ob man lieber ausgelassen ist, herumalbert und beispielsweise lustige Gesellschaftsspiele spielt – all das hängt sicherlich auch von der aktuellen Laune und der momentanen privaten, gesundheitlichen und beruflichen Situation ab. 
Und selbstverständlich gehören zu Ostern immer auch bunte Ostereier dazu, vor allem, um sie den Kindern als kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, um ihnen eine Freude zu bereiten. Überdies dürfen sich natürlich auch einige Süßigkeiten im Osternest wiederfinden, gleichwohl sollte man auf das Schenken von Spielzeug, Handys, Computerspielen und dergleichen verzichten, denn es gilt, die Kinder nicht zu ver-hätscheln, sondern sie von kleinauf zu maßvollen Bürgern zu erziehen.

Ich habe, wie bereits zu Weihnachten, wieder ein Gedicht geschrieben. Es ist zwar kein typisches Ostergedicht, dennoch halte ich es für durchaus passend, zumal es zum Nachdenken anregt beziehungsweise anregen sollte. Gerade an Ostern, einem der größten und bedeutendsten christlichen Feiertage, sollten wir alle zumindest einen Moment innehalten. Wir sollten an all jene Menschen auf dieser Welt denken, denen das Schicksal nicht so wohlgesinnt ist wie uns. Menschen, die aufgrund von Kriegen, Konflikten, Katastrophen, Krankheiten, Hunger und weiterer Not gequält und gepeinigt werden. Wir sollten darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, ihr Leid zu mindern. Es darf allerdings nicht beim Denken bleiben. Dem Denken muss Handeln folgen. 
Wir sollten zudem auch folgendes stets bedenken: Wir alle sind auf diesem paradiesisch schönen Planeten nur zu Gast; Die Naturschönheit und die Artenvielfalt unserer Erde für die Nachwelt zu bewahren und dazu beizutragen, dass dieser Planet auch für unsere Nachkommen noch lebens- und liebenswert ist, das ist die Pflicht jedes einzelnen Erdenbürgers. Ich persönlich halte es sogar für mehr als eine Pflicht: Ich sehe es als einen gehörigen Teil dessen, was den Sinn unseres Daseins überhaupt ausmacht. Ebenfalls immer vor Augen halten sollten wir uns, dass Reichtum, Ruhm, Macht sowie Luxus für ein glückliches und erfülltes Leben vollkommen unbedeutend, unerheblich und somit nicht erstrebenswert sind. Jene, denen bewusst ist, dass sich Glück wie ein Bumerang verhält, diejenigen haben den Schlüssel zum Glück gefunden: Schenke anderen Menschen Glück und Dir ist gewiss, dass Du auch Glück erfahren wirst.

Oder wie es die aus dem Banat stammende Schlagersängerin Mara Kayser in einem ihrer Lieder ausdrückte:

„Willst Du glücklich sein im Leben,
schenk’ den anderen Menschen Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigene Herz zurück!“

In diesem Sinne wünsche ich allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes und besinnliches Osterfest.

Schöne Grüße

Uwe Schuller,
21.04.2011

 

 

Appell an die Verantwortung

In unserer globalisierten Welt
dreht sich alles nur ums Geld.
Auf den Parketten der Börsen tanzen
die Börsianer im Takte der Finanzen.
Und hinterlassen ihre widerlichen Spuren
als des Kapitals erbärmliche Huren,
wobei sie mit dem Kapital jonglieren
und dabei ganze Nationen ruinieren.
Und auch die Spitzenmanager dieser Welt
raffen zusammen, was das Zeug hält.
Ihre Abfindungen gehen in die Millionen,
während andere unter Brücken wohnen.
Sie tätigen riskante und unsinnige Spekulationen,
anstatt zu spenden an wohltätige Organisationen.

Alles dreht sich auf Schritt und Tritt
vornehmlich um Umsatz und Profit.
Es geht nur um Gewinne und ums Investieren
und darum, dass Investitionen sich rentieren.
In der Wirtschaft wächst das Kapital,
in der Gesellschaft schwindet die Moral.
Wo bleibt das, was man schätzte und ehrte,
wo bleiben die Tugenden und Werte?
Die meisten sind nur auf ihren Vorteil fixiert
und darauf, dass sich ihr Handeln rentiert.
Es mangelt an gesellschaftlichem Zusammenhalt,
viele verhalten sich ihren Mitmenschen gegenüber kalt.
Viele haben kein Gewissen und kein Herz,
es geht nur um Konsum und Kommerz.
Wo bleibt in dieser hektischen Zeit
das Mitgefühl und die Gerechtigkeit?

Brüderlichkeit, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt
zwischen Groß und Klein, Jung und Alt,
übergreifend zwischen allen Nationen,
zwischen allen Rassen, Hautfarben und Religionen:
Solidarität sollte eine Selbstverständlichkeit sein;
Niemand bleibt in seiner Not allein.

 

Wir sollten uns stets unserer Werte besinnen
und uns immer an unsere Pflicht erinnern;
Wir sollten Werte und Tugenden weitergeben,
damit sie auch in Zukunft weiterleben,
damit auch unser Nachwuchs jederzeit
sich solidarisch zeigt und hilfsbereit.
Wir sollten intensiven Naturschutz betreiben,
soll diese Erde doch für unsere Nachkommen
lebenswert und in ihrer Schönheit erhalten bleiben.

Dieser Planet ist aus dem Gleichgewicht,
doch viele interessiert das offenbar nicht:
Sie schauen weg, schweigen und ignorieren,
anstatt den Ernst der Lage zu kapieren.
Wir müssen begreifen und versteh’n:
So kann es nicht mehr weitergeh’n!
Noch können wir unser Schicksal wenden,
bevor wir in der Katastrophe enden.
Gefragt sind jetzt Vernunft und Verstand,
sonst fahren wir ungebremst gegen die Wand.
Wir sollten aufhören zu schweigen,
wir müssen alle Verantwortung zeigen!
Unser aller Lebensstil muss sich wandeln,
wir müssen alle entschlossen handeln.
Wir müssen unsere Lebensart überdenken,
wollen wir die Zukunft nicht verschenken.

Es ist allerhöchste Zeit
für das Ende maßloser Bequemlichkeit.
Wichtig sind nicht Reichtum und Geld,
es ist unsere Verantwortung, die zählt:
Die Verantwortung gegenüber unserer Nachwelt.
Handeln wir, solange die Möglichkeit besteht,
denn übermorgen ist es bereits zu spät.
Packen wir es alle gemeinsam an,
weil jeder einzelne etwas bewirken kann!

 

 

Uwe Schuller

Print Friendly, PDF & Email

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

drei OstereierWir feiern das Osterfest, die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus!

Ostern tut gut
Wir atmen auf und freuen uns am Frühling und an der milden Sonne. Dazu kommen die leuchtenden Osterglocken und die vielen bunten Tulpen. In vielen Häusern und Familien gibt es das gemütliche Osterfrühstück, Eiersuchen mit Kindern und Enkelkindern, sowie den ersten Ausflug in die grüne Natur.

Ostern tut gut und weckt neue Hoffnung
Ostern erinnert vor allem an den hoffnungsvollsten Tag der Weltgeschichte. Keine Nachricht hat die Welt mehr verändert als diese: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Aus Angst wird Zuversicht, aus Verzweiflung wird neue Hoffnung, trotz Sterben beginnt neues Leben. Wie die Natur nach einem langen Winter zu neuem Leben erwacht und aus dem frostigen Boden die ersten zarten Knospen hervorbrechen, so ist Hoffnung für unser Leben angesagt. Wir freuen uns an der Auferstehung. Wir feiern den Sieg des Lebens über den Tod, auch wenn wir uns immer wieder von dem einem oder anderen geliebten Menschen verabschieden müssen. Wir freuen uns darüber, dass der Tod nicht mehr das letzte Wort hat, sondern der auferstandene Herr und Heiland Jesus Christus.
Green GrassEr hat gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“
(Johannes 11, 25-26)

Ostern tut gut, weckt neue Hoffnung und erinnert an Jesus
Weil Jesus Christus auferstanden ist, gehören Menschen, die an ihn glauben und ihm vertrauen, schon jetzt zur neuen Welt Gottes. Was auch immer kommt, wir sind geborgen und gut aufgehoben. Was auch geschieht, wir wissen, dass Jesus uns nie mehr verlässt und immer bei uns ist. Er ruft uns allen zu: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Johannes 14, 19)

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Euer Gerhard Roth, Pfarrer
Schwanenstadt, 21.04.2011

Print Friendly, PDF & Email

fotolia6466904xsOsterwunsch

Ich wünsche euch zum Osterfest,
dass ihr mit Freuden seht,
wie alles, weil´s der Himmel will
wahrhaftig aufersteht.
Das Dunkle weicht, das Kalte schmilzt,
erstarrte Wasser fließen
und duftend bricht die Erde auf,
um wieder neu zu sprießen.
Wir alle müssen eines Tages
von dieser Erde geh´n.
Wir werden, wenn der Himmel will,
wie Ostern auferstehn!

Volksgut

 

Wir wünschen allen Kleinprobstdorfer Landsleuten und Freunden ein gesegnetes, erholsames und fröhliches Osterfest. Wir denken an alle, denen es nicht gut geht und wünschen von Herzen gute Besserung. Besonders gedenken wir, gerade in diesen Tagen, unserer teuren Toten und befehlen Sie in die rettenden Hände unseres Erlösers. Möge auch Ihnen und uns allen am jüngsten Tage das (Oster – ) Licht der Auferstehung leuchten!


Der Vorstand
Nürnberg, 18.04.2011

Print Friendly, PDF & Email

Lieber Herr Folea-Stamp,

haben Sie herzlichen Dank für die Glückwünsche für das Bischofsamt und die kommenden Feiertage. Habe mich darüber sehr gefreut, sehe ich doch die Mitarbeit mit den HOG´s als einen der wichtigsten Schwerpunkte in meiner Bischofsamtszeit.
Ich danke Ihnen, dass Sie sich in den letzten Jahren verstärkt beim Erhalt des väterlichen Erbes in Kleinprobstdorf eingesetzt haben. Das bezeugt auch Ihr Heimatblatt, dass ich aufmerksam studiert habe. Bleiben Sie Ihren Wurzeln und der Gemeinde weiter treu. Sie braucht Sie heute dringender als je.
Betreff Absprachen, Anfragen etc, steht Ihnen ab nun beim Bezirk Mediasch Pfr. Ziegler als Dechantstellvertreter und Verwalter Puscas zur Verfügung.

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest mit dem Liebe und Frieden bringenden Heiland und ein gesundes, friedliches und segensreiches Jahr 2011, unter Gottes Schutz

wünscht Ihnen, Ihren Lieben und der HOG-Kleinprobstdorf

Reinhart Guib,
Bischof

 

Print Friendly, PDF & Email

Liebe Mitglieder
Liebe Landsleute und Freunde,

dsc00026ein ereignisreiches Jahr 2010, auch für uns Kleinprobstdorfer, neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Als Höhepunkt sein unser Heimattreffen vom 09.10.2010 in Schwabach noch mal erwähnt. Trotz den „Anlaufschwierigkeiten“ wurde es dann doch noch zu einem unvergessenen Ereignis. Auch jetzt melden sich noch zahlreiche Landsleute und bedanken sich dafür. Auch wenn wir von 300 auf ca. 200 Teilnehmer „geschrumpft“ sind, bleibt für die Zukunft zu hoffen und zu wünschen dass dieser beachtliche Stamm diesbezüglich weiterhin aktiv bleibt. Die Tische mit den „grauen/weißen Haaren“ nehmen naturgemäß halt ab, umso dankbarer sind wir für den unbezahlbaren Schatz unserer „Alten“ und tun gut daran sie zu ehren und Augen, Ohren und Herzen weit zu öffnen, solange es sie noch gibt!

Wir gedenken an dieser Stelle der zahlreichen Landsleute die uns im vergangenen Jahr verlassen haben und befehlen sie in die Fürsorge des Allmächtigen. Ebenfalls denken wir an unsere Kranken und wünschen von Herzen leibliche und seelische Genesung.

In unserer siebenbürgischen Heimatkirche wurde vor kurzem ein neues Oberhaupt gewählt und bestellt. Dass es Herr Dechant Reinhard Guib aus „unserem“ Mediascher Bezirk geworden ist, freut uns sehr. Wir wünschen Herrn Bischof Guib alles Gute und Gottes führende Hand für seine
neue, verantwortungsträchtige Aufgabe.

Schließlich möchten wir noch auf das wunderschöne Weihnachtsgedicht in sächsischer Mundart von Lehrerin i.R. Gertrud Grigori, unserer lieben „Truditant“ hinweisen. Es wärmt gerade in diesen Tagen „die auf Reise gehenden“ Herzen. Trotz körperlichen Gebrechen, wissen wir um ihren noch sehr regen Geist und wünschen ihr für die Zukunft die bestmöglichste Gesundheit, auf dass sie uns noch mit vielen Beiträgen erfreuen kann. Sie wünscht ihrerseits allen Kleinprobsrdorfern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute fürs neue Jahr!

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende Jahr bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Nürnberg, den 22.12.2010

 
 

Et wor emol … Chrästdoch derhim

Gläcklich Chrästfeiertaj uch de Gesangd
Wängschten sich de Alden uch de Kängd.

De Viurberiedungen woren verif,
alles wä um Schnärchen lef.
Ofgedon word der gemießt Schweng
äm Keller logert der geat Weng.
De Fra fiecht det gonz Heos,
eos en jedem Wänkel den Stuf ereos.
Gebocken word Hunklich und Strätzel,
zem Schloss uch noch Botterbretzel.

Iwer de Giwel bleas der kolt Wängt,
Chrästdochgedichter lierten de Schiulkängd.
De Klensten froaten sich iwer de Flocken
und spielden derwel mät ären Doken.
Uch der Diuden wort gedocht,
Donnenast of de Grawer gelocht.

Bäm Glockenklong des Owends äm sies,
machten sich ollen schnellstens of de Fess.
Jeder wul erwäschen en geaden Platz,
domät hie uch mätbekum en jeden Satz.

De Kängd steangden gespannt angder dem Bum,
det Beld kit es hegt fiur wä en far Drum.
De Froad soch em en un äm Gesicht,
är Bläck strohlt wä det Kerzenlächt.
Der Viurdroch vun Gedichtern und Liedern
kloppt wä um Schnärchen, ängden wedder.
Stille Nacht, heilige Nacht klung et vun der Empor
det hiesch Lied gesangen vum Kirchenchor.

Won dro det lietzt Lied än der Kirch verhollt,
der Forr sich zwäschen de Klensten stollt.
Hie verseackt mät ifochen Wiertern dro,
det Wangder vun Bethlehem
än ze brongen noh.
Am den Elter de Kängd dro gengen,
uch är Päckchen vun den Fran empfengen.

Vum Turm erow bleasen de Adjuvanten det Puer-Natus
welt verkändigt de Geburt ases Herrn Jesus Christus.
Derhim de Famili gemätlich zesummen soß,
de Griuß den Kängden Meren viurloß.

Zefridden geng em dro zer Reah
und macht de Uchen sielij zea.

Bäm Gockenklang des Morjest äm foaf
macht der Heoshärr trotz Kolden det Fenster wegt off,
de Petroleumlompen worden entzangen
als Beweis dot der Chrästdoch än de Harzen uch Heser gedrangen.

De Kängd viur der Kirch gengen wängschen
zem Nober, zea Bekunten uch Frängden,
beseackt worden Giuden uch Poten,
ower ohnen Termin uch Daten.
„Gläcklich Chrästfeiertaj uch de Gesangd“
wängschten se und gowen artig de Hoingt.
En klien Geschink sä bekumen zem Dank.

Derhim em sich fiur de Kirch macht beriet
em undeht det än Ihren geholden Kirchenklied.
Bäm Gung en de Kirch em sich dräkt de Hoingt
„Gläcklich Chrästfeiertach uch de Gesangd“ sich wängscht.
Der Prädicht wort ställ zeagehirt,
denn em ihrt deamols noch Gottes Wiurt.

Fiur Mättauch word Räpp uch Wurscht gebroden
derzea oß em Paleuks uch Kampest, di geat geroden.
Nomättauch geng em of Besäk
mät der gunzen Paraputsch äm Gepäck.
Des Owends froat em sich dro em Saal
of de Theateroffährung uch de Ball.

Um Chrästdoch leß em allen Sorjen loan,
em kaingt sich noch vun Harzen froan.
Wi derhim huet erliewt det Fäst
et nä uch näkest mi vergäßt.

Lehrerin i.R. Gertrud Grigori – „Truditant“

 

dsc00026 dsc00024 dsc00018 DSC00012

Print Friendly, PDF & Email

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

die Zeit, als ich, Uwe Schuller, die Sommerferien oftmals in Kleinprobstdorf bei meinen Großeltern Regina und Stefan Grigori sowie bei meinen Tanten Anni und Magda verbrachte, liegt nun schon mehr als 20 Jahre zurück. Es war eine für mich sorgenlose und unbekümmerte Zeit. Wir hatten keinen erwähnenswerten Wohlstand. Wir hatten nur uns. Keine Handys. Keine Computer. Kein High-Tech. Trotzdem oder gerade deswegen war meine Kindheit in Siebenbürgen die bisher mit Abstand schönste Zeit meines Lebens. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn nicht jeder diese Meinung teilt. Viele Menschen hatten damals mit Problemen und Sorgen zu kämpfen, die ich als Kind nicht mitbekam beziehungsweise die von mir ferngehalten wurden. Ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich mit dem damaligen politischen System in Rumänien, dem Kommunismus, sympathisiere. Ich will es mal ganz deutlich ausdrücken: Der Kommunismus widert mich genauso sehr an wie es auch der Kapitalismus tut! Wie der Kapitalismus die Gesellschaft prägt und verdirbt, ist gerade in der Weihnachtszeit in besonderem Maße zu beobachten.
Der Tag der Geburt Jesu Christi ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe, der Freude und natürlich auch der Familie und der Besinnlichkeit.
Die Realität sieht heutzutage leider anders aus: Der Kommerz steht im Mittelpunkt, das „Fest aller Feste“ ist zum „Fest des Konsums“ verkommen. Hauptschuldig daran ist vorwiegend die sogenannte freie und „soziale“ Marktwirtschaft, sowie eine daraus resultierende, zumindest größtenteils, zunehmend verblödende Gesellschaft. Insbesondere bei vielen jungen Leuten sieht es traurig aus. Oft verbringen sie ihre Freizeit mit unsinnigen technischen Spielereien oder mit dumpfen Gewalt- oder Ballerspielen am PC.
Viele kennen keinerlei Gedichte oder die Texte der Weihnachtslieder, ja einige wissen noch nicht einmal, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird! Geschenke sind alles, was für viele von der heutigen jungen Generation zählt. Man sollte gerechterweise nicht nur den jungen Menschen den „schwarzen Peter“ zuschieben, denn während wir früher in Siebenbürgen schon Wochen vor Weihnachten die Weihnachtslieder übten, wird hierzulande seitens der Bildungseinrichtungen bedauerlicherweise kaum noch Wert darauf gelegt, die Kinder in die Welt der Gedichte, der Lieder und der Literatur im Allgemeinen einzuführen.
Man sollte sich, was Geschenke betrifft, in Bescheidenheit üben, denn Geschenke sind nicht das, worauf es an Weihnachten ankommt. Ein gemütliches und hoffentlich gesundes Beisammensein der Menschen, die einem sehr nahe stehen, gemeinsam Weihnachtslieder unterm Weihnachtsbaum singen (mit instrumentaler Begleitung, etwa Gitarre, umso schöner) und später dann in besinnlicher Runde zusammen essen – schöner kann ein Weihnachtsfest nicht sein. Das ist zumindest meine Meinung.
Geschenke sind, finde ich, etwas für Kinder. Es gibt kaum etwas Schöneres als vor Freude leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, welche mit den Kerzen am Baum um die Wette strahlen. Ich habe neulich den Beitrag von Regina Roth („Nintant“) im „Kleinprobstdorfer Heimatblatt“ über die Vorbereitung auf Weihnachten gelesen. Wehmütig habe ich mich an Weihnachten in Siebenbürgen erinnert. Was haben wir uns damals über die Päckchen, die wir in der Kirche bekamen, gefreut! Wenn zusätzlich zu dem Gebäck, den Äpfeln und Nüssen auch noch ein Kugelschreiber oder ein paar Hefte in dem Päckchen waren, war die Freude schier grenzenlos. Und heute? Viele Kinder sind undankbar und derart verwöhnt, dass sie den Rachen nicht voll genug bekommen können! Voller Stress und Hektik mühen sich viele Menschen durch proppenvolle Geschäfte, um Geschenke zu kaufen. Hat man sich zu den Regalen durchgekämpft, zermartert man sich den Kopf darüber, was man dem einen und dem anderen kaufen soll. Mit den gekauften Geschenken liegt man nicht selten daneben. Heiligabend begehen dann viele aufgrund des vorweihnachtlichen Stresses ziemlich entnervt und ausgebrannt. Oft geht der Trubel danach weiter, denn: Geschenke umtauschen steht auf dem Plan, weil viele mit ihren Geschenken wieder einmal danebenlagen.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Warum tun sich so viele Menschen diesen unnötigen Stress an? Warum begeht man das Weihnachtsfest nicht einfach ohne Geschenke, unbeschwert und unbekümmert, so, wie ich in Siebenbürgen meine Kindheit erlebt habe? Man sollte besonders in der Weihnachtszeit an das unsägliche Elend und die Not auf diesem Planeten denken. An die Millionen hungernden und kranken Kinder, an die Verstümmelten und Verwundeten in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Anstatt sich in dieser Überflussgesellschaft noch zusätzlich Weihnachtsgeschenke um die Ohren zu hauen, sollte man lieber für diese Menschen spenden, damit wenigstens zur Weihnachtszeit ein Funken Licht in ihr vom Schicksal gebeuteltes Leben kommt.

In der heutigen hektischen Zeit hoffe ich, dass wir alle über die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Liebsten Besinnlichkeit finden. Ich wünsche allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2011.

Schöne Grüße aus Gummersbach,
Uwe Schuller

 

Weihnachtszeit

Jahr für Jahr, zur gleichen Zeit,
wenn es kälter wird und schneit,
überall liegt Schnee und Eis,
unsere ganze Welt ist weiß,
dann spielt sich ab, allemal,
ein bestimmtes Ritual:

Wenn in Einkaufszentren Kinder plärren
und an den Mänteln ihrer Mütter zerren,
weil sie den Krempel,den ach so tollen,
gerne als Geschenke haben wollen,
weil sie die Spielzeuge, die netten,
gerne unterm Baume hätten,
wenn Leute hektisch Urlaubsreisen buchen,
während andere krampfhaft Geschenke suchen,
dabei manchmal auch heftig fluchen,
wobei häufig alle Nerven blank liegen,
zuweilen sogar Sachen durch die Gegend fliegen,
wenn alle drängelnd an den Ladentischen
mit beiden Ellenbogen kräftig mitmischen,
sich dann noch in Eile und unter Qualen
gegenseitig herumschubsen vor vollen Regalen,
dann den ganzen Ramsch und Plunder kaufen,
während andere unentwegt Glühwein saufen,
und die vielen, nicht zu vergessen,
die massenweise Lebkuchen fressen,
Stress und Hektik weit und breit,
dann ist sie da, die Weihnachtszeit.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit?

Alles dreht sich um den Konsum;
das ist oberflächlich und auch dumm!
Hört auf, in die Läden zu laufen,
um den ganzen Kram zu kaufen!
Macht in dieser Gesellschaft voller Überfluss
mit dem Konsumwahn endlich Schluss!
Wir sollten alle, ob Groß oder Klein,
mit weniger zufrieden sein!
Ich sage deshalb: „Man bedenke,
Weihnachten geht auch ohne Geschenke!“
Anstatt sich vor den Weihnachtstagen
mühevoll durch die Geschäfte zu plagen,
anstatt sich unnötigerweise zu beschenken,
sollte man lieber an Bedürftige denken.
Man sollte auf die Bescherung verzichten
und stattdessen Edelmütiges verrichten:

 

Zeigt Mitgefühl und habt ein Erbarmen,
spendet lieber für die Armen!
Entrichtet einen kleinen Almosen
an die Gepeinigten und Obdachlosen!

Denkt besonders in der Weihnachtszeit
an ihr Elend und ihr Leid!
Helft hungrigen und kranken Kindern,
helft, Not und Leid auf der Welt zu lindern!
Helft, ihre Pein zu vermeiden,
lasst sie nicht mehr länger leiden!
Helft, ihr Schicksal zum Besseren zu wenden,
helft, ihr Martyrium zu beenden!
Lasst ihre Augen nicht mehr weinen,
lasst wieder die Sonne für sie scheinen!
Denkt auch an die Verwundeten und Versehrten
und an die, die nicht wieder heimkehrten!
Denkt an die, die hinterblieben,
trauern und weinen um ihre Lieben!

Lasst Eure Herzen nicht erkalten,
denkt auch an die Gebrechlichen und die Alten!
Zeigt Herz und seid großzügig beim Geben,
bringt wieder Hoffnung in dieser Menschen Leben!
Bringt sie wieder ein kleines Stück
auf den Weg des Glücks zurück!
Bringt dorthin, wo das Elend wohnt,
wieder Licht an den Horizont!
Ist es auch noch so klein, das Licht,
es gibt diesen Menschen Mut und Zuversicht!
Öffnet Eure Herzen weit
und bringt gerade in der Weihnachtszeit
in diese Welt ein Stück Menschlichkeit!
Obendrein wäre es angemessen,
darüber nachzudenken und nicht zu vergessen,
dass wir jährlich unzählige Tannen und Fichten
zum Zwecke des Weihnachtsfests vernichten.
Kauft deshalb keinen Weihnachtsbaum,
auch ein paar Zweige schmücken den Raum.

Seid barmherzig und lasst auf Erden
für alle Menschen Weihnacht werden!
Wenn die Glocken zum Fest erklingen,
sollen sie Frieden und Freude bringen.

 

 

 

Uwe Schuller, 18.10.2010

Print Friendly, PDF & Email

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
 (Johannes 1, 14)

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Nach der Vorbereitungszeit im Advent ist Weihnachten nun da. War und ist es eine Zeit, in der wir etwas zurückschalten und innerlich zur Ruhe kommen dürfen? Das wäre schön. Leider schaut es oft ganz anders aus:

  • da ist der Stress am Arbeitsplatz, weil vor den Feiertagen und dem Jahreswechsel noch Vieles schnell erledigt werden muss
  • dazu kommt die Hektik bei der Suche nach den passenden Geschenken
  • nicht wenige tun sich schwer, die Feiertage mit der ganzen Familie verbringen zu müssen

Was ist wirklich der Sinn von Weihnachten? Ist Weihnachten „Geschäft oder Geburtstag“? Den wahren Grund von Weihnachten haben sehr viele Menschen aus den Augen verloren. Wir kennen zwar die biblische Weihnachtsgeschichte in – und auswendig, wir singen jedes Jahr die großartigen Weihnachtslieder, schmücken unsere Christbäume und kochen großartige Gerichte. Doch das Herz von Weihnachten ist eigentlich verlorengegangen. Dieses Herzstück ist und bleibt die Geburt Jesu Christi.
Wir erinnern uns an den Weihnachtsstern. Er ist Zeuge für eines der vielen Wunder rund um die Geburt Jesu. Er leitet die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem, zu jenem Stall, in dem Jesus geboren wurde. Dieser Weihnachtsstern war auch der Wegweiser für die Schafhirten, denen der Engel die frohe Botschaft verkündet hatte. Auch heute sind viele Menschen auf der Suche! Sie suchen Glück im Leben, Erfolg und innere Zufriedenheit. Mit dem richtigen Reiseführer vor Augen finden auch sie alle den Weg zum Ziel – Jesus Christus!
Er hat von sich aus gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“. (Joh. 14,6).
Jesus möchte für alle Menschen das Ziel ihrer Suche sein. Wir müssen nur auf die richtigen „Reiseführer“ hin zu Jesus achten, die Gott uns immer wieder über den Weg schickt. Wenn wir Jesus gefunden haben ist unsere Vergangenheit getilgt, unsere Gegenwart mit Sinn erfüllt und unsere Zukunft gesichert.  Das ist der Sinn von Weihnachten. Es ist das Fest der Geburt Jesu Christi, es ist sein Geburtstag. Wir sind alle eingeladen, daran teilzunehmen und zu feiern. Es geht nicht um Geschenke, nicht um den perfekt dekorierten Christbaum, nicht um das Festtagsmenü. Es geht zuallererst um Jesus Christus. Ihm gehört die Ehre bei diesem Fest. Er ist das Heil, das auf die Erde gekommen ist, damit wir Erlösung finden dürfen.
Darum: „Freue dich, freue dich, o Christenheit!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Geleit durchs neue Jahr 2011!!

Euer Gerhard Roth, Pfarrer

Print Friendly, PDF & Email

Advent

Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,
herzlich willkommen auf unserer Internetseite

adventskranz_160Zum Ende des Jahres, wenn die Adventszeit mit ihrem Lichterglanz und meist hektischen Treiben daherkommt, gehen die Gedanken oft auf Reisen in die Vergangenheit. Wie war der Advent früher, daheim in Kleinprobstdorf? Ich kann sicherlich nur für mich und meine Zeit sprechen, wie ich es damals empfunden habe:
Erst einmal war im damaligen kommunistischen Rumänien, gar nichts von heute bekanntem Adventstrubel zu sehen oder zu spüren, da religiöse Feiertage und Zeiten zumindest offiziell nicht stattfanden. Umso festlicher ging es in der Kirche, in der Kirchengemeinde und im kirchlichen Religionsunterricht zu, wo sehr wohl und in jeder Hinsicht das nahende Christfest vorbereitet wurde. Eine besondere Freude waren für mich persönlich die Adventssonntage, an denen ich schon als kleiner Knirps, mit einer Spielzeuggitarre „bewaffnet“, um den leuchtenden Adventskranz mit der Mutter die bekannten Lieder zum Besten geben durfte. Oder wenn die Feiertage näher rückten und die Zeit des Backens begann! Wir herrlich war es, in einem unbeobachteten Augenblick den Finger in den köstlichen Kuchenteig zu legen und heimlich davon zu naschen!? Oder wenn der Großvater beim Nüsse knacken ein paar Märchen und Geschichten zum Besten gab? Für mich war es im wahrsten Sinne eine Zeit wirklichen Friedens und köstlicher, liebevoller Geborgenheit.

Sicherlich sind auch die heutigen Advents – und Weihnachtsmärkte schön und immer einen Besuch wert, mit Lebkuchen und Nikoläusen Ende August in den Supermärkten habe ich jedoch so meine Schwierigkeiten. Überhaupt ist heutzutage alles viel zu kommerziell und hat meines Erachtens mit adventlichem Erwarten und wirklicher, vorweihnachtlicher Freude nichts gemein, sei es hierzulande oder auch im heutigen Rumänien oder sonst wo.

Da kann sich jeder mal für sich selber ein Bild machen und eine Meinung bilden, was ihm wichtiger und wahrhaftiger erscheint, wenn so wie früher (öffentlich) gar nichts weihnachtliches gesagt wird, wobei man sich so danach gesehnt hätte, oder wenn heute in vermeintlich freier, „christlicher“ Gesellschaft bloß eins wichtig ist: Das Geld dem „Nächsten“ mit „Lichterglanz und Glühweinduft“ aus der Tasche zu ziehen!

Ich meine dass beides nicht das Wahre ist, so dass man, Gott sei dank, für sich selber herausfinden, gestalten und leben kann, was einem wichtig ist. Ich glaube wenn wir uns, ob Christen oder auch nicht, ein klein wenig an den Monatsspruch aus den täglichen Losungen für Dezember halten: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe (Matthäus 3,2), liegen wir gar nicht so verkehrt. Hier zeigt sich nämlich, wie gottgesandte, greifbare und tiefste Armut, dennoch einen jeden von uns so unheimlich reich und glücklich machen kann.

In diesem Sinne, allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Bruno Roth
Schwabach, 30.11.2010

Print Friendly, PDF & Email

Schwabach im Oktober 2010

Sehr geehrte Mitglieder der Kleinprobstdorfer Heimatortsgemeinschaft,

als Geschäftsführender Pfarrer der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Schwabach-St.Martin, möchte ich mich im Namen der Gemeinde und persönlich für die schlimme Panne bei Ihrem Treffen in Schwabach entschuldigen. Dadurch konnten Sie den Gottesdienst in der Dreieinigkeitskirche zu Beginn Ihres Treffens nicht feiern. Wir bedauern das sehr.

Auslöser der schlimmen Panne war nicht nachlässige Planung und Geringachtung Ihres Treffens sondern menschliches Versagen. Der diensthabende Mesner hatte trotz klarer Zuteilung Ihren Gottesdienst vergessen. Über das 24-Stunden Bereitschaftstelefon unserer Mesnerei/Hausmeisterei war er nicht erreichbar, da er das Diensthandy während eines Gottesdienstes in der Stadtkirche, den er zu betreuen hatte, ausgeschaltet, statt auf stumm gestellt hatte.

Ihm ist das Ganze persönlich furchtbar peinlich und tut ihm wahnsinnig leid. Bei Herrn Roth hat er sich auf eigenen Wunsch persönlich entschuldigt.

Ich wage es trotzdem Sie einzuladen, das Treffen Ihrer Heimatortsgemeinschaft mal wieder in Schwabach zu feiern. Als kleine Wiedergutmachung würde ich dann gerne Ihnen unsere Säle im Evangelischen Haus kostenlos zur Verfügung stellen, sofern Ihnen die Räumlichkeiten für geeignet erscheinen.

Dr.Paul-Hermann Zellfelder, Geschäftsführender Pfarrer, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schwabach-St.Martin

Print Friendly, PDF & Email
12345...