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Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,adventskranz_160
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Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Monatsspruch Dezember, Jesaja 60,1


Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740 – 1815)


Wir wünschen allen Landsleuten und Freunden eine gesegnete, friedliche und besinnliche Adventszeit!

Nürnberg, im Dezember 2012

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dsc02967Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,
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Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.
Monatsspruch Dezember, Jesaja 54,7

Advent (lateinisch adventus) bedeutet Ankunft. Die Adventszeit ist die festlich begangene Zeit der Vorbereitung und Erwartung der Ankunft Christi. Das Licht ist ein Symbol für Hoffnung und die Abwehr des Bösen, und es vertreibt die Dunkelheit. Für die Adventszeit wird ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, auf dem 4 Kerzen angebracht werden.

Ursprung des Adventkranzes
Schon aus der Antike kennen wir den Kranz als Siegeszeichen. Der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz soll Symbol für den Kampf des Christen gegen das Dunkle des Lebens sein.

Diese schöne Sitte ist ein sehr junger vorweihnachtlicher Brauch, der noch zu Beginn unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Familien unbekannt war.

Der evangelische Theologe Johann Wichern benutzte am 1. Advent des Jahres 1838 kranzförmig aufgestellte bunte Wachskerzen zur Andacht. Allmählich hat sich die Sitte des Adventskranzes dann von Norddeutschland aus weiter verbreitet.

Nach dem 1. Weltkrieg hat u. a. die Jugendbewegung dem Adventskranz zu seiner heutigen Verbreitung verholfen. Um 1935 wurden dann die ersten häuslichen Adventskränze auch kirchlich geweiht, so wie es bis heute Brauch ist.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.“

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf wünscht allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Advent

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adventskranz_160Zum Ende des Jahres, wenn die Adventszeit mit ihrem Lichterglanz und meist hektischen Treiben daherkommt, gehen die Gedanken oft auf Reisen in die Vergangenheit. Wie war der Advent früher, daheim in Kleinprobstdorf? Ich kann sicherlich nur für mich und meine Zeit sprechen, wie ich es damals empfunden habe:
Erst einmal war im damaligen kommunistischen Rumänien, gar nichts von heute bekanntem Adventstrubel zu sehen oder zu spüren, da religiöse Feiertage und Zeiten zumindest offiziell nicht stattfanden. Umso festlicher ging es in der Kirche, in der Kirchengemeinde und im kirchlichen Religionsunterricht zu, wo sehr wohl und in jeder Hinsicht das nahende Christfest vorbereitet wurde. Eine besondere Freude waren für mich persönlich die Adventssonntage, an denen ich schon als kleiner Knirps, mit einer Spielzeuggitarre „bewaffnet“, um den leuchtenden Adventskranz mit der Mutter die bekannten Lieder zum Besten geben durfte. Oder wenn die Feiertage näher rückten und die Zeit des Backens begann! Wir herrlich war es, in einem unbeobachteten Augenblick den Finger in den köstlichen Kuchenteig zu legen und heimlich davon zu naschen!? Oder wenn der Großvater beim Nüsse knacken ein paar Märchen und Geschichten zum Besten gab? Für mich war es im wahrsten Sinne eine Zeit wirklichen Friedens und köstlicher, liebevoller Geborgenheit.

Sicherlich sind auch die heutigen Advents – und Weihnachtsmärkte schön und immer einen Besuch wert, mit Lebkuchen und Nikoläusen Ende August in den Supermärkten habe ich jedoch so meine Schwierigkeiten. Überhaupt ist heutzutage alles viel zu kommerziell und hat meines Erachtens mit adventlichem Erwarten und wirklicher, vorweihnachtlicher Freude nichts gemein, sei es hierzulande oder auch im heutigen Rumänien oder sonst wo.

Da kann sich jeder mal für sich selber ein Bild machen und eine Meinung bilden, was ihm wichtiger und wahrhaftiger erscheint, wenn so wie früher (öffentlich) gar nichts weihnachtliches gesagt wird, wobei man sich so danach gesehnt hätte, oder wenn heute in vermeintlich freier, „christlicher“ Gesellschaft bloß eins wichtig ist: Das Geld dem „Nächsten“ mit „Lichterglanz und Glühweinduft“ aus der Tasche zu ziehen!

Ich meine dass beides nicht das Wahre ist, so dass man, Gott sei dank, für sich selber herausfinden, gestalten und leben kann, was einem wichtig ist. Ich glaube wenn wir uns, ob Christen oder auch nicht, ein klein wenig an den Monatsspruch aus den täglichen Losungen für Dezember halten: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe (Matthäus 3,2), liegen wir gar nicht so verkehrt. Hier zeigt sich nämlich, wie gottgesandte, greifbare und tiefste Armut, dennoch einen jeden von uns so unheimlich reich und glücklich machen kann.

In diesem Sinne, allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Bruno Roth
Schwabach, 30.11.2010


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Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe!

(Psalm 24, Vers 7)


Wenn im Advent die Tage immer kürzer werden und die Abende und Nächte nicht zu enden scheinen, wenn der Raureif auf den Feldern liegt und die Nebel sich nicht lichten wollen, scheinen nur die allerorts brennenden Lichterketten etwas Glanz und Hoffnung in die von der Herbstdepression und so manchen Zukunftssorgen geplagten Seele, bringen zu können. Bedeutet lediglich dieses Lichtermeer in den Häusern und Schaufenstern „Advent“? Aufmerksamen Bibellesern wird sich in diesen Tagen jedoch ein anderes „Lichtbild“ auftun. Wie fast in jedem Jahr begleitet uns der Prophet Jesaja beinahe durch die ganze Adventszeit.
Dem gerade aus dem Exil heimgekehrten, ebenfalls depressiven Volk Israel verkündet er entgegen allem Augenschein, die ganz große Freude, das ganze Heil und den ganzen Frieden im kommenden Messias. Vielleicht können auch wir daraus unsere Hoffnung und unser wahres Licht schöpfen. Deshalb, machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, öffnet die Herzen vollständig, daß der König der Ehren mit seinem ganzen Heil, seinem Frieden und seiner ganzen Freude einziehen kann.

In diesem Sinne, allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Euer Bruno Roth 
Schwabach, 03.12.08