Heimatglocken

Heimatglocken, hell und rein,
gehen tief ins Herz hinein.
Heimatglocken, süß und klar,
begleiteten uns das ganze Jahr.
Ihr Klang, der uns so vertraut,
bereitet uns heute Gänsehaut,
denn er liegt zurück so weit
in einer längst vergangenen Zeit.
Wenn sie zu Weihnachten erklangen,
war es, als ob Engel sangen.
Und das Lied, das sie schufen,
hat uns zum Gottesdienst gerufen.
In der Kirche der Weihnachtsbaum
war wie aus einem schönen Traum.
Und die Lichter seiner Kerzen
brennen nunmehr in unseren Herzen.
In unseren Gedanken erklingt heute
der Heimatglocken festliches Geläute.
Wenn wir unterm Baume singen,
werden sie im Herzen erklingen;
und wir denken dann ein Stück
an Weihnachten daheim zurück.

verfasst von Uwe Schuller, Sept. 2011 / Dez. 2011

 

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende ereignisreiche Jahr 2011 bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Nürnberg, den 24.12.2011

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„Ein ganz besonderer Tag in meinem Leben“ –
so hieß der Text, den Du geschrieben
und der mir stets im Gedächtnis geblieben.
Beeindruckend sind die Worte von Dir,
deshalb schrieb ich für Dich dieses Gedicht hier:

Im schönen Siebenbürgen geboren,
hast Du sehr früh Deine Heimat verloren.
Es war mehr als Deine Heimat, denn überdies
nanntest du Kleinprobstdorf „Mein Paradies“.
Du warst glücklich, Dir hat nichts gefehlt;
Kleinprobstdorf, das war Deine Welt.
Warum musstet ihr nach „Detschlaund“ gehen?
Das konntest Du damals nicht verstehen.
Deine Eltern suchten in „Detschlaund“ das Glück,
Deine Freunde und Dein Moşu blieben traurig zurück.
Ihr gingt damals in ein fremdes Land,
alles war andersartig und unbekannt.
Du wurdest aus Deinem Paradies gerissen
und in eine fremde Welt geschmissen.
Die Heimat hinter euch gelassen, fing dann
für Deine Familie in „Detschlaund“ ein neues Leben an.
Ihr fandet in „Detschlaund“ ein neues Zuhause
und dennoch fühltet ihr euch bloß
oft einfach nur alleine und heimatlos,
denn die Freunde aus Siebenbürgen und die Schmerzen
wegen des Heimatverlusts waren stets im Herzen.
Auch Du fühltest Dich manchmal einsam und allein,
dennoch konntest Du Deinen Eltern nicht böse sein.

Auch ihnen fehlt Kleinprobstdorf sehr,
der Abschied fiel ihnen unbeschreiblich schwer.
Du erinnerst Dich, dass sie damals bitterlich weinten.
Unter Tränen verließen sie die Heimat,
weil sie es mit Dir und Deiner Schwester gut meinten.
Du lerntest zu verstehen:

„Man soll immer nur nach vorne sehen.“
Dennoch blickst Du gerne in die Heimat zurück,
und irgendwann kam auch in „Detschlaund“ das Glück,
denn in dem Land, wo Du Dich einst fühltest verloren,
wurde Dein süßer Sohn geboren,
dem Du, wenn Du nicht bei ihm bist,
so sehr fehlst wie Du Kleinprobstdorf oft vermisst.
Er ist das, was für Dich zählt;
Dein Ein und Alles auf dieser Welt.
Man sollte seine Herkunft nicht verschweigen,
deshalb wolltest Du ihm Kleinprobstdorf zeigen,
und kehrtest mit ihm in die Heimat zurück,
wo ihr einen Moment erlebtet voller Glück.
Vor Jahren glaubtest Du es womöglich kaum,
doch dann erfülltest Du Dir einen Kindheitstraum:
Einen Berg, der jedem Kleinprobstdorfer bekannt,
und den jedermann „Hiu Rätsch“ genannt,
erklimmtest Du mit Deinem Sohn an Deiner Hand.
Du beschütztest ihn unentwegt,
dennoch war er sehr aufgeregt.
Doch in seinen Augen konntest Du schauen:
Er schenkte Dir unendliches Vertrauen.
Dir als Mutter gab das Kraft und tat gut,
beflügelte Dich und gab Dir neuen Mut.

So musstest Du nicht mit Dir ringen,
problemlos solltet ihr die „Hiu Rätsch“ bezwingen.
Wer der Natur gegenüber demütig ist und sie ehrt,
dem ist, wie euch, die Mühe des Aufstiegs wert.
Wer die Ruhe dort oben zu schätzen weiß,
der steigt hoch, wie ihr, mit Begeisterung und Fleiß.
Als ihr dann dem Gipfel beigewohnt,
wurdet ihr mit einer tollen Aussicht belohnt.
Die Stille und rundherum die Natur –
das sind Glücksmomente pur.

Zwar ist die Heimat heute weit,
doch kehren wir heim von Zeit zu Zeit,
um immer wieder schöne Momente zu erleben,
die uns Glück und Freude geben.
Wir bleiben der Heimat stets verbunden,
Tag für Tag und zu allen Stunden.

Autor: Uwe Schuller

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Bei der Heimfahrt schnappten sich, unter vielen anderen, auch die beiden Töchter von Martin Schörwerth, Melanie und Kathi spontan das Busmikrofon und sangen ein sehr schönes, selbstgedichtetes Liedchen, das sehr zu Herzen ging und an dieser Stelle nochmals veröffentlicht wird: 


Danke (nach der Melodie „Danke für diesen guten Morgen“) 

Danke für diese schöne Reise, danke, wir danken euch dafür, 
Danke,o Hans wir wolln dir danken, dass es so schön war! 
Danke, an unsere alte Heimat, danke an die Erinnerung. 
Danke, oh Herr wir wolln dir danken für die schöne Zeit!
Danke an all die Netten Menschen, danke an unseren Papa: 
Danke, dass du uns auf diese Reise mitgenommen hast!
Danke, an unsern lieben Kurti, danke, für diese sichere Fahrt, 
Danke, dass du uns begleitet hast an jedem Tag! 

(Melanie, ihr Mann Sven und Kathi waren zum ersten mal in Rumänien…)

 

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

die Zeit, als ich, Uwe Schuller, die Sommerferien oftmals in Kleinprobstdorf bei meinen Großeltern Regina und Stefan Grigori sowie bei meinen Tanten Anni und Magda verbrachte, liegt nun schon mehr als 20 Jahre zurück. Es war eine für mich sorgenlose und unbekümmerte Zeit. Wir hatten keinen erwähnenswerten Wohlstand. Wir hatten nur uns. Keine Handys. Keine Computer. Kein High-Tech. Trotzdem oder gerade deswegen war meine Kindheit in Siebenbürgen die bisher mit Abstand schönste Zeit meines Lebens. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn nicht jeder diese Meinung teilt. Viele Menschen hatten damals mit Problemen und Sorgen zu kämpfen, die ich als Kind nicht mitbekam beziehungsweise die von mir ferngehalten wurden. Ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich mit dem damaligen politischen System in Rumänien, dem Kommunismus, sympathisiere. Ich will es mal ganz deutlich ausdrücken: Der Kommunismus widert mich genauso sehr an wie es auch der Kapitalismus tut! Wie der Kapitalismus die Gesellschaft prägt und verdirbt, ist gerade in der Weihnachtszeit in besonderem Maße zu beobachten.
Der Tag der Geburt Jesu Christi ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe, der Freude und natürlich auch der Familie und der Besinnlichkeit.
Die Realität sieht heutzutage leider anders aus: Der Kommerz steht im Mittelpunkt, das „Fest aller Feste“ ist zum „Fest des Konsums“ verkommen. Hauptschuldig daran ist vorwiegend die sogenannte freie und „soziale“ Marktwirtschaft, sowie eine daraus resultierende, zumindest größtenteils, zunehmend verblödende Gesellschaft. Insbesondere bei vielen jungen Leuten sieht es traurig aus. Oft verbringen sie ihre Freizeit mit unsinnigen technischen Spielereien oder mit dumpfen Gewalt- oder Ballerspielen am PC.
Viele kennen keinerlei Gedichte oder die Texte der Weihnachtslieder, ja einige wissen noch nicht einmal, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird! Geschenke sind alles, was für viele von der heutigen jungen Generation zählt. Man sollte gerechterweise nicht nur den jungen Menschen den „schwarzen Peter“ zuschieben, denn während wir früher in Siebenbürgen schon Wochen vor Weihnachten die Weihnachtslieder übten, wird hierzulande seitens der Bildungseinrichtungen bedauerlicherweise kaum noch Wert darauf gelegt, die Kinder in die Welt der Gedichte, der Lieder und der Literatur im Allgemeinen einzuführen.
Man sollte sich, was Geschenke betrifft, in Bescheidenheit üben, denn Geschenke sind nicht das, worauf es an Weihnachten ankommt. Ein gemütliches und hoffentlich gesundes Beisammensein der Menschen, die einem sehr nahe stehen, gemeinsam Weihnachtslieder unterm Weihnachtsbaum singen (mit instrumentaler Begleitung, etwa Gitarre, umso schöner) und später dann in besinnlicher Runde zusammen essen – schöner kann ein Weihnachtsfest nicht sein. Das ist zumindest meine Meinung.
Geschenke sind, finde ich, etwas für Kinder. Es gibt kaum etwas Schöneres als vor Freude leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, welche mit den Kerzen am Baum um die Wette strahlen. Ich habe neulich den Beitrag von Regina Roth („Nintant“) im „Kleinprobstdorfer Heimatblatt“ über die Vorbereitung auf Weihnachten gelesen. Wehmütig habe ich mich an Weihnachten in Siebenbürgen erinnert. Was haben wir uns damals über die Päckchen, die wir in der Kirche bekamen, gefreut! Wenn zusätzlich zu dem Gebäck, den Äpfeln und Nüssen auch noch ein Kugelschreiber oder ein paar Hefte in dem Päckchen waren, war die Freude schier grenzenlos. Und heute? Viele Kinder sind undankbar und derart verwöhnt, dass sie den Rachen nicht voll genug bekommen können! Voller Stress und Hektik mühen sich viele Menschen durch proppenvolle Geschäfte, um Geschenke zu kaufen. Hat man sich zu den Regalen durchgekämpft, zermartert man sich den Kopf darüber, was man dem einen und dem anderen kaufen soll. Mit den gekauften Geschenken liegt man nicht selten daneben. Heiligabend begehen dann viele aufgrund des vorweihnachtlichen Stresses ziemlich entnervt und ausgebrannt. Oft geht der Trubel danach weiter, denn: Geschenke umtauschen steht auf dem Plan, weil viele mit ihren Geschenken wieder einmal danebenlagen.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Warum tun sich so viele Menschen diesen unnötigen Stress an? Warum begeht man das Weihnachtsfest nicht einfach ohne Geschenke, unbeschwert und unbekümmert, so, wie ich in Siebenbürgen meine Kindheit erlebt habe? Man sollte besonders in der Weihnachtszeit an das unsägliche Elend und die Not auf diesem Planeten denken. An die Millionen hungernden und kranken Kinder, an die Verstümmelten und Verwundeten in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Anstatt sich in dieser Überflussgesellschaft noch zusätzlich Weihnachtsgeschenke um die Ohren zu hauen, sollte man lieber für diese Menschen spenden, damit wenigstens zur Weihnachtszeit ein Funken Licht in ihr vom Schicksal gebeuteltes Leben kommt.

In der heutigen hektischen Zeit hoffe ich, dass wir alle über die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Liebsten Besinnlichkeit finden. Ich wünsche allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2011.

Schöne Grüße aus Gummersbach,
Uwe Schuller

 

Weihnachtszeit

Jahr für Jahr, zur gleichen Zeit,
wenn es kälter wird und schneit,
überall liegt Schnee und Eis,
unsere ganze Welt ist weiß,
dann spielt sich ab, allemal,
ein bestimmtes Ritual:

Wenn in Einkaufszentren Kinder plärren
und an den Mänteln ihrer Mütter zerren,
weil sie den Krempel,den ach so tollen,
gerne als Geschenke haben wollen,
weil sie die Spielzeuge, die netten,
gerne unterm Baume hätten,
wenn Leute hektisch Urlaubsreisen buchen,
während andere krampfhaft Geschenke suchen,
dabei manchmal auch heftig fluchen,
wobei häufig alle Nerven blank liegen,
zuweilen sogar Sachen durch die Gegend fliegen,
wenn alle drängelnd an den Ladentischen
mit beiden Ellenbogen kräftig mitmischen,
sich dann noch in Eile und unter Qualen
gegenseitig herumschubsen vor vollen Regalen,
dann den ganzen Ramsch und Plunder kaufen,
während andere unentwegt Glühwein saufen,
und die vielen, nicht zu vergessen,
die massenweise Lebkuchen fressen,
Stress und Hektik weit und breit,
dann ist sie da, die Weihnachtszeit.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit?

Alles dreht sich um den Konsum;
das ist oberflächlich und auch dumm!
Hört auf, in die Läden zu laufen,
um den ganzen Kram zu kaufen!
Macht in dieser Gesellschaft voller Überfluss
mit dem Konsumwahn endlich Schluss!
Wir sollten alle, ob Groß oder Klein,
mit weniger zufrieden sein!
Ich sage deshalb: „Man bedenke,
Weihnachten geht auch ohne Geschenke!“
Anstatt sich vor den Weihnachtstagen
mühevoll durch die Geschäfte zu plagen,
anstatt sich unnötigerweise zu beschenken,
sollte man lieber an Bedürftige denken.
Man sollte auf die Bescherung verzichten
und stattdessen Edelmütiges verrichten:

 

Zeigt Mitgefühl und habt ein Erbarmen,
spendet lieber für die Armen!
Entrichtet einen kleinen Almosen
an die Gepeinigten und Obdachlosen!

Denkt besonders in der Weihnachtszeit
an ihr Elend und ihr Leid!
Helft hungrigen und kranken Kindern,
helft, Not und Leid auf der Welt zu lindern!
Helft, ihre Pein zu vermeiden,
lasst sie nicht mehr länger leiden!
Helft, ihr Schicksal zum Besseren zu wenden,
helft, ihr Martyrium zu beenden!
Lasst ihre Augen nicht mehr weinen,
lasst wieder die Sonne für sie scheinen!
Denkt auch an die Verwundeten und Versehrten
und an die, die nicht wieder heimkehrten!
Denkt an die, die hinterblieben,
trauern und weinen um ihre Lieben!

Lasst Eure Herzen nicht erkalten,
denkt auch an die Gebrechlichen und die Alten!
Zeigt Herz und seid großzügig beim Geben,
bringt wieder Hoffnung in dieser Menschen Leben!
Bringt sie wieder ein kleines Stück
auf den Weg des Glücks zurück!
Bringt dorthin, wo das Elend wohnt,
wieder Licht an den Horizont!
Ist es auch noch so klein, das Licht,
es gibt diesen Menschen Mut und Zuversicht!
Öffnet Eure Herzen weit
und bringt gerade in der Weihnachtszeit
in diese Welt ein Stück Menschlichkeit!
Obendrein wäre es angemessen,
darüber nachzudenken und nicht zu vergessen,
dass wir jährlich unzählige Tannen und Fichten
zum Zwecke des Weihnachtsfests vernichten.
Kauft deshalb keinen Weihnachtsbaum,
auch ein paar Zweige schmücken den Raum.

Seid barmherzig und lasst auf Erden
für alle Menschen Weihnacht werden!
Wenn die Glocken zum Fest erklingen,
sollen sie Frieden und Freude bringen.

 

 

 

Uwe Schuller, 18.10.2010

Zum Ende des Gedenkjahres 

Mit dem Gedicht „Wo ruhen sie“ von Ottmar Strasser, erschienen in „Kirche und Heimat“, schließen wir das Gedenkjahr ab.

Wo ruhen sie?

Wo ruhen sie nach langem Darben?
Die in Rußlands Lager starben
Und in fremder Erde liegen,
Weil Stacheldraht nicht leicht zu biegen.

Die schuldlos man zu Tod gequält,
Erbarmungslos verhungern ließ,
Wo ruhen sie in dieser Welt?
Die kalt sie ins Verderben stieß.

In Schnee und Eis sind sie begraben.
Zerhackt von Kräh’n, Sibiriens Raben.
Doch wo? Das kann heut niemand sagen
den Weinenden, die um sie klagen!

Es gibt kein Kreuz, kein Sühnemal,
Kein Mahnmal für erlittene Qual.
Man muss mit Nachrufworten sparen,
Weil diese Toten Deutsche waren.

Den Jugendlichen, Frauen und Männern die an den Folgen der Deportation verstorben sind.

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Damals am Heiligen Abend

als die Zeit noch einfacher warfotolia4892689s
weil wir uns noch freuen konnten
an Kugeln und Engelshaar,
am wärmenden Licht der Kerzen,
an knirschenden Schritten im Schnee
und tanzenden Flocken am Himmel,
am Festglockenklang aus der Höh’.
Tag’s fuhren wir noch mit dem Schlitten
die Mutter schmückte den Baum,
sie sagte es sei das Christkind –

der Welt schönster Kindertraum.
Dann kam der ersehnte Abend,
die Kehle wie zugeschnürt
beim Anblick der berstenden Kirche,
viele Augen zu Tränen gerührt.
Es strahlten die Wunderkerzen
vom Turm hoch das „Gloria“ klang,
man reichte sich friedlich die Hände
dann führte heimwärts der Gang.
Geschenke, nicht so viel wie heute,
was Süßes, ein Spielzeug – mehr kaum,
das wichtigste war das Christkind,
der leuchtende Tannenbaum,
das knisternde Feuer im Ofen,
dazu die Lieder – ganz sacht,
beim Essen gemütlich zusammen,
so still war die Heilige Nacht.
Damals am Heiligen Abend,
wie war die Zeit doch so schön,
die Gedanken allein gehn auf Reisen
sperr sie nicht ein – lass’ sie gehn!

Bruno Roth

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