In Bethlehem geboren

Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren
und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren.
 
Gott schleust sich unerhört in Kindes Kleinheit ein:
Ach möchte ich doch ein Kind in diesem Kinde sein.
 
Ach könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden,
Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden.
 
Merk, in der stillen Nacht wird Gott, ein Kind, geboren,
und wiederum ersetzt, was Adam hat verloren.
 
Ist deine Seele still und dem Geschöpfe Nacht,
so wird Gott in dir Mensch und alles wiederbracht.
 
Hier liegt das werte Kind, der Jungfrau erste Blum,
der Engel Freud und Lust, der Menschen Preis und Ruhm.
 
Soll er dein Heiland sein und dich zu Gott erheben,
so musst du nicht sehr weit von seiner Krippe leben.
 
Der Himmel senkte sich, er kommt und wird zur Erden;
wann steigt die Erd‘ empor und wird zum Himmel werden?

(Angelus Silesius)

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende Jahr bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr 2013!
An dieser Stelle gedenken wir auch der Landsleute die uns in diesem Jahr verlassen haben und befehlen sie in die Fürsorge des Allmächtigen. Ebenfalls denken wir an unsere Kranken und wünschen von Herzen leibliche und seelische Genesung.


Nürnberg, den 23.12.2012

 

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Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,adventskranz_160
herzlich willkommen auf unserer Internetseite


Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Monatsspruch Dezember, Jesaja 60,1


Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740 – 1815)


Wir wünschen allen Landsleuten und Freunden eine gesegnete, friedliche und besinnliche Adventszeit!

Nürnberg, im Dezember 2012

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Heimatglocken

Heimatglocken, hell und rein,
gehen tief ins Herz hinein.
Heimatglocken, süß und klar,
begleiteten uns das ganze Jahr.
Ihr Klang, der uns so vertraut,
bereitet uns heute Gänsehaut,
denn er liegt zurück so weit
in einer längst vergangenen Zeit.
Wenn sie zu Weihnachten erklangen,
war es, als ob Engel sangen.
Und das Lied, das sie schufen,
hat uns zum Gottesdienst gerufen.
In der Kirche der Weihnachtsbaum
war wie aus einem schönen Traum.
Und die Lichter seiner Kerzen
brennen nunmehr in unseren Herzen.
In unseren Gedanken erklingt heute
der Heimatglocken festliches Geläute.
Wenn wir unterm Baume singen,
werden sie im Herzen erklingen;
und wir denken dann ein Stück
an Weihnachten daheim zurück.

verfasst von Uwe Schuller, Sept. 2011 / Dez. 2011

 

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf möchte sich bei allen Mitgliedern, Landsleuten und Freunden für die Unterstützung in jeglicher Form für das zu Ende gehende ereignisreiche Jahr 2011 bedanken und wünscht allen ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Nürnberg, den 24.12.2011

dsc02967Liebe Kleinprobstdorfer, liebe Freunde,
herzlich willkommen auf unserer Internetseite

Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.
Monatsspruch Dezember, Jesaja 54,7

Advent (lateinisch adventus) bedeutet Ankunft. Die Adventszeit ist die festlich begangene Zeit der Vorbereitung und Erwartung der Ankunft Christi. Das Licht ist ein Symbol für Hoffnung und die Abwehr des Bösen, und es vertreibt die Dunkelheit. Für die Adventszeit wird ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, auf dem 4 Kerzen angebracht werden.

Ursprung des Adventkranzes
Schon aus der Antike kennen wir den Kranz als Siegeszeichen. Der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz soll Symbol für den Kampf des Christen gegen das Dunkle des Lebens sein.

Diese schöne Sitte ist ein sehr junger vorweihnachtlicher Brauch, der noch zu Beginn unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Familien unbekannt war.

Der evangelische Theologe Johann Wichern benutzte am 1. Advent des Jahres 1838 kranzförmig aufgestellte bunte Wachskerzen zur Andacht. Allmählich hat sich die Sitte des Adventskranzes dann von Norddeutschland aus weiter verbreitet.

Nach dem 1. Weltkrieg hat u. a. die Jugendbewegung dem Adventskranz zu seiner heutigen Verbreitung verholfen. Um 1935 wurden dann die ersten häuslichen Adventskränze auch kirchlich geweiht, so wie es bis heute Brauch ist.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.“

Der Vorstand der HOG – Kleinprobstdorf wünscht allen Landsleuten und allen Freunden der Kleinprobstdorfer eine gesegnete und besinnliche Adventszeit!

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer,

die Zeit, als ich, Uwe Schuller, die Sommerferien oftmals in Kleinprobstdorf bei meinen Großeltern Regina und Stefan Grigori sowie bei meinen Tanten Anni und Magda verbrachte, liegt nun schon mehr als 20 Jahre zurück. Es war eine für mich sorgenlose und unbekümmerte Zeit. Wir hatten keinen erwähnenswerten Wohlstand. Wir hatten nur uns. Keine Handys. Keine Computer. Kein High-Tech. Trotzdem oder gerade deswegen war meine Kindheit in Siebenbürgen die bisher mit Abstand schönste Zeit meines Lebens. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn nicht jeder diese Meinung teilt. Viele Menschen hatten damals mit Problemen und Sorgen zu kämpfen, die ich als Kind nicht mitbekam beziehungsweise die von mir ferngehalten wurden. Ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich mit dem damaligen politischen System in Rumänien, dem Kommunismus, sympathisiere. Ich will es mal ganz deutlich ausdrücken: Der Kommunismus widert mich genauso sehr an wie es auch der Kapitalismus tut! Wie der Kapitalismus die Gesellschaft prägt und verdirbt, ist gerade in der Weihnachtszeit in besonderem Maße zu beobachten.
Der Tag der Geburt Jesu Christi ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe, der Freude und natürlich auch der Familie und der Besinnlichkeit.
Die Realität sieht heutzutage leider anders aus: Der Kommerz steht im Mittelpunkt, das „Fest aller Feste“ ist zum „Fest des Konsums“ verkommen. Hauptschuldig daran ist vorwiegend die sogenannte freie und „soziale“ Marktwirtschaft, sowie eine daraus resultierende, zumindest größtenteils, zunehmend verblödende Gesellschaft. Insbesondere bei vielen jungen Leuten sieht es traurig aus. Oft verbringen sie ihre Freizeit mit unsinnigen technischen Spielereien oder mit dumpfen Gewalt- oder Ballerspielen am PC.
Viele kennen keinerlei Gedichte oder die Texte der Weihnachtslieder, ja einige wissen noch nicht einmal, was an Weihnachten überhaupt gefeiert wird! Geschenke sind alles, was für viele von der heutigen jungen Generation zählt. Man sollte gerechterweise nicht nur den jungen Menschen den „schwarzen Peter“ zuschieben, denn während wir früher in Siebenbürgen schon Wochen vor Weihnachten die Weihnachtslieder übten, wird hierzulande seitens der Bildungseinrichtungen bedauerlicherweise kaum noch Wert darauf gelegt, die Kinder in die Welt der Gedichte, der Lieder und der Literatur im Allgemeinen einzuführen.
Man sollte sich, was Geschenke betrifft, in Bescheidenheit üben, denn Geschenke sind nicht das, worauf es an Weihnachten ankommt. Ein gemütliches und hoffentlich gesundes Beisammensein der Menschen, die einem sehr nahe stehen, gemeinsam Weihnachtslieder unterm Weihnachtsbaum singen (mit instrumentaler Begleitung, etwa Gitarre, umso schöner) und später dann in besinnlicher Runde zusammen essen – schöner kann ein Weihnachtsfest nicht sein. Das ist zumindest meine Meinung.
Geschenke sind, finde ich, etwas für Kinder. Es gibt kaum etwas Schöneres als vor Freude leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, welche mit den Kerzen am Baum um die Wette strahlen. Ich habe neulich den Beitrag von Regina Roth („Nintant“) im „Kleinprobstdorfer Heimatblatt“ über die Vorbereitung auf Weihnachten gelesen. Wehmütig habe ich mich an Weihnachten in Siebenbürgen erinnert. Was haben wir uns damals über die Päckchen, die wir in der Kirche bekamen, gefreut! Wenn zusätzlich zu dem Gebäck, den Äpfeln und Nüssen auch noch ein Kugelschreiber oder ein paar Hefte in dem Päckchen waren, war die Freude schier grenzenlos. Und heute? Viele Kinder sind undankbar und derart verwöhnt, dass sie den Rachen nicht voll genug bekommen können! Voller Stress und Hektik mühen sich viele Menschen durch proppenvolle Geschäfte, um Geschenke zu kaufen. Hat man sich zu den Regalen durchgekämpft, zermartert man sich den Kopf darüber, was man dem einen und dem anderen kaufen soll. Mit den gekauften Geschenken liegt man nicht selten daneben. Heiligabend begehen dann viele aufgrund des vorweihnachtlichen Stresses ziemlich entnervt und ausgebrannt. Oft geht der Trubel danach weiter, denn: Geschenke umtauschen steht auf dem Plan, weil viele mit ihren Geschenken wieder einmal danebenlagen.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Warum tun sich so viele Menschen diesen unnötigen Stress an? Warum begeht man das Weihnachtsfest nicht einfach ohne Geschenke, unbeschwert und unbekümmert, so, wie ich in Siebenbürgen meine Kindheit erlebt habe? Man sollte besonders in der Weihnachtszeit an das unsägliche Elend und die Not auf diesem Planeten denken. An die Millionen hungernden und kranken Kinder, an die Verstümmelten und Verwundeten in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Anstatt sich in dieser Überflussgesellschaft noch zusätzlich Weihnachtsgeschenke um die Ohren zu hauen, sollte man lieber für diese Menschen spenden, damit wenigstens zur Weihnachtszeit ein Funken Licht in ihr vom Schicksal gebeuteltes Leben kommt.

In der heutigen hektischen Zeit hoffe ich, dass wir alle über die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Liebsten Besinnlichkeit finden. Ich wünsche allen Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfern ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2011.

Schöne Grüße aus Gummersbach,
Uwe Schuller

 

Weihnachtszeit

Jahr für Jahr, zur gleichen Zeit,
wenn es kälter wird und schneit,
überall liegt Schnee und Eis,
unsere ganze Welt ist weiß,
dann spielt sich ab, allemal,
ein bestimmtes Ritual:

Wenn in Einkaufszentren Kinder plärren
und an den Mänteln ihrer Mütter zerren,
weil sie den Krempel,den ach so tollen,
gerne als Geschenke haben wollen,
weil sie die Spielzeuge, die netten,
gerne unterm Baume hätten,
wenn Leute hektisch Urlaubsreisen buchen,
während andere krampfhaft Geschenke suchen,
dabei manchmal auch heftig fluchen,
wobei häufig alle Nerven blank liegen,
zuweilen sogar Sachen durch die Gegend fliegen,
wenn alle drängelnd an den Ladentischen
mit beiden Ellenbogen kräftig mitmischen,
sich dann noch in Eile und unter Qualen
gegenseitig herumschubsen vor vollen Regalen,
dann den ganzen Ramsch und Plunder kaufen,
während andere unentwegt Glühwein saufen,
und die vielen, nicht zu vergessen,
die massenweise Lebkuchen fressen,
Stress und Hektik weit und breit,
dann ist sie da, die Weihnachtszeit.
Wo bleibt da die Besinnlichkeit?

Alles dreht sich um den Konsum;
das ist oberflächlich und auch dumm!
Hört auf, in die Läden zu laufen,
um den ganzen Kram zu kaufen!
Macht in dieser Gesellschaft voller Überfluss
mit dem Konsumwahn endlich Schluss!
Wir sollten alle, ob Groß oder Klein,
mit weniger zufrieden sein!
Ich sage deshalb: „Man bedenke,
Weihnachten geht auch ohne Geschenke!“
Anstatt sich vor den Weihnachtstagen
mühevoll durch die Geschäfte zu plagen,
anstatt sich unnötigerweise zu beschenken,
sollte man lieber an Bedürftige denken.
Man sollte auf die Bescherung verzichten
und stattdessen Edelmütiges verrichten:

 

Zeigt Mitgefühl und habt ein Erbarmen,
spendet lieber für die Armen!
Entrichtet einen kleinen Almosen
an die Gepeinigten und Obdachlosen!

Denkt besonders in der Weihnachtszeit
an ihr Elend und ihr Leid!
Helft hungrigen und kranken Kindern,
helft, Not und Leid auf der Welt zu lindern!
Helft, ihre Pein zu vermeiden,
lasst sie nicht mehr länger leiden!
Helft, ihr Schicksal zum Besseren zu wenden,
helft, ihr Martyrium zu beenden!
Lasst ihre Augen nicht mehr weinen,
lasst wieder die Sonne für sie scheinen!
Denkt auch an die Verwundeten und Versehrten
und an die, die nicht wieder heimkehrten!
Denkt an die, die hinterblieben,
trauern und weinen um ihre Lieben!

Lasst Eure Herzen nicht erkalten,
denkt auch an die Gebrechlichen und die Alten!
Zeigt Herz und seid großzügig beim Geben,
bringt wieder Hoffnung in dieser Menschen Leben!
Bringt sie wieder ein kleines Stück
auf den Weg des Glücks zurück!
Bringt dorthin, wo das Elend wohnt,
wieder Licht an den Horizont!
Ist es auch noch so klein, das Licht,
es gibt diesen Menschen Mut und Zuversicht!
Öffnet Eure Herzen weit
und bringt gerade in der Weihnachtszeit
in diese Welt ein Stück Menschlichkeit!
Obendrein wäre es angemessen,
darüber nachzudenken und nicht zu vergessen,
dass wir jährlich unzählige Tannen und Fichten
zum Zwecke des Weihnachtsfests vernichten.
Kauft deshalb keinen Weihnachtsbaum,
auch ein paar Zweige schmücken den Raum.

Seid barmherzig und lasst auf Erden
für alle Menschen Weihnacht werden!
Wenn die Glocken zum Fest erklingen,
sollen sie Frieden und Freude bringen.

 

 

 

Uwe Schuller, 18.10.2010

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
 (Johannes 1, 14)

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Nach der Vorbereitungszeit im Advent ist Weihnachten nun da. War und ist es eine Zeit, in der wir etwas zurückschalten und innerlich zur Ruhe kommen dürfen? Das wäre schön. Leider schaut es oft ganz anders aus:

  • da ist der Stress am Arbeitsplatz, weil vor den Feiertagen und dem Jahreswechsel noch Vieles schnell erledigt werden muss
  • dazu kommt die Hektik bei der Suche nach den passenden Geschenken
  • nicht wenige tun sich schwer, die Feiertage mit der ganzen Familie verbringen zu müssen

Was ist wirklich der Sinn von Weihnachten? Ist Weihnachten „Geschäft oder Geburtstag“? Den wahren Grund von Weihnachten haben sehr viele Menschen aus den Augen verloren. Wir kennen zwar die biblische Weihnachtsgeschichte in – und auswendig, wir singen jedes Jahr die großartigen Weihnachtslieder, schmücken unsere Christbäume und kochen großartige Gerichte. Doch das Herz von Weihnachten ist eigentlich verlorengegangen. Dieses Herzstück ist und bleibt die Geburt Jesu Christi.
Wir erinnern uns an den Weihnachtsstern. Er ist Zeuge für eines der vielen Wunder rund um die Geburt Jesu. Er leitet die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem, zu jenem Stall, in dem Jesus geboren wurde. Dieser Weihnachtsstern war auch der Wegweiser für die Schafhirten, denen der Engel die frohe Botschaft verkündet hatte. Auch heute sind viele Menschen auf der Suche! Sie suchen Glück im Leben, Erfolg und innere Zufriedenheit. Mit dem richtigen Reiseführer vor Augen finden auch sie alle den Weg zum Ziel – Jesus Christus!
Er hat von sich aus gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“. (Joh. 14,6).
Jesus möchte für alle Menschen das Ziel ihrer Suche sein. Wir müssen nur auf die richtigen „Reiseführer“ hin zu Jesus achten, die Gott uns immer wieder über den Weg schickt. Wenn wir Jesus gefunden haben ist unsere Vergangenheit getilgt, unsere Gegenwart mit Sinn erfüllt und unsere Zukunft gesichert.  Das ist der Sinn von Weihnachten. Es ist das Fest der Geburt Jesu Christi, es ist sein Geburtstag. Wir sind alle eingeladen, daran teilzunehmen und zu feiern. Es geht nicht um Geschenke, nicht um den perfekt dekorierten Christbaum, nicht um das Festtagsmenü. Es geht zuallererst um Jesus Christus. Ihm gehört die Ehre bei diesem Fest. Er ist das Heil, das auf die Erde gekommen ist, damit wir Erlösung finden dürfen.
Darum: „Freue dich, freue dich, o Christenheit!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Geleit durchs neue Jahr 2011!!

Euer Gerhard Roth, Pfarrer

CIMG0397Neujahrsgruß des Vorstandes
 

In deiner Hand sind meine Zeiten.
(Psalm 31, 15)

Zum „Neuen Jahr“

Aus dem Schoß der Ewigkeiten
steigt herauf ein neues Jahr
still hinein in unsre Zeiten,
wie es Gottes Wille war.

Was es bringt, wer kann es wissen?
Wer den Schleier lüften, wer?
Mancher wird am Ende missen,
was ihm jetzt noch hoch und hehr.

Ständig ringt die Welt um Frieden.
Ach, wer hätte ihn nicht gern?
Doch, vom „Friedefürst“ geschieden,
bleibt er fern, ja ewig fern.

Noch ruft göttliches Erbarmen
an des Jahres Schwelle neu:
Kommt herzu, ihr Müden, Armen,
Gott ist Liebe, Gott ist treu!

Aus dem Labyrinth der Sünde,
der Verstrickung wirrem Wahn
in des Lebens Fülle münde
doch mit JESUS deine Bahn!

Aus dem Schoß der Ewigkeiten
hallt ein Ruf so hell und klar:
Lass dich heut’ zu Jesus leiten,
geh mit IHM ins neue Jahr!

 

(aus „Die gute Saat“ – 2003)

 

Allen Landsleuten und Freunden der Kleinprobstdorfer danken wir für die erbrachte Unterstützung in verschiedenster Form im sich zu Ende neigenden Jahr 2008. Möge unsre Gemeinschaft auch in Zukunft auf dem Fundament der Freundschaft, des Verständnisses, der Nächstenhilfe und der Toleranz bestehen und weitergeführt werden! Wir wünschen Euch/Ihnen allen ein gesegnetes Christfest und Gottes reichen Segen für ein gesundes und friedvolles Neues Jahr!

Der Vorstand
Nürnberg, den 30.12.2008

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Allen Mitgliedern und Freunden der Kleinprobstdorfer danken wir für die erbrachte Unterstützung in verschiedensten Formen. Es tut gut, einer Gemeinschaft anzugehören, wo die Menschen einem zur Seite stehen, die Freud und Leid teilen können. Wir wünschen euch gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr 2008.

Nürnberg, den 20.12.2007

 

„Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht ‚ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch‘ mir eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
’ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her
da war so wenig soviel mehr.“

Autor unbekannt

WeihnachtenEs begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging,dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Stadthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehm, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ 

Lukas 2, 1-14

 

Liebe Kleinprobstdorferinnen und Kleinprobstdorfer!

Die Weihnachtsgeschichte in der Fassung des Lukas, das so genannte „Weihnachtsevangelium“ ist und bleibt die beliebteste Geschichte der Bibel. Den meisten von uns ist sie von früher Kindheit an vertraut. Manche können diese wunderbaren Verse sogar auswendig. Immer wieder, wenn wir sie lesen oder hören, erinnern wir uns an den einen oder anderen Heiligen Abend in unserer Heimatkirche in Kleinprobstdorf: die vielen strahlenden Augen unter dem mächtigen und prächtig geschmückten Christbaum, die vorgetragenen Gedichte und gesungenen Lieder und nicht zuletzt die lang ersehnte Christbescherung. Groß war die Freude,wenn wir als Kinder rings um den Altar gehen durften, um unsere Päckchen zu empfangen: die paar Süßigkeiten, den Lebkuchen, die wunderschönen Äpfel aus verschiedenen Körben und natürlich die am meisten begehrte Orange. Bleistift, Heft und Taschentuch bekamen nicht die gleiche Aufmerksamkeit. Danach erfolgt die Bescherung in den einzelnen Häusern und Familien. Heute ist das mit der Christbescherung leider ein bisschen anders geworden. Die Wünsche werden immer anspruchsvoller, die Geschenke dementsprechend immer größer und teurer, die Freude und Dankbarkeit jedoch immer kleiner. Ja sogar Unzufriedenheit und Enttäuschung macht sich breit unter dem Christbaum! Auf das wahre Weihnachtsgeschenk wird nicht selten ganz vergessen. Es ist der Höhepunkt des Weihnachtsevangeliums, es ist die frohe Botschaft des Engels:
Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!“
Das ist der Kernsatz und die Kernaussage nicht nur der Verkündigung des Engels an die Hirten in der Weihnacht, das ist zuletzt auch die Kernaussage des ganzen Evangeliums, das Lukas geschrieben hat: Jesus Christus ist der Heiland! Jesus Christus ist der Herr und Retter der Welt!

Damit wünsche ich euch allen – liebe Kleinprobstdorfer-Landsleute – ein frohes Weihnachtsfest
und Gottes guten Segen im neuen Jahr 2008!

Auf ein baldiges Wiedersehen mit euch allen freut sich,
Euer
Gerhard Roth samt Familie (Österreich)

Schwanenstadt, den 17.12.2007

adventWenn die Abende länger wurden, hatte der Bauer Zeit, gemütliche Stunden mit der Familie zu verbringen. Die Mütter übermittelten den Töchtern die Handarbeitsfertigkeiten und die Väter brachten den Söhnen die Kniffe des Bastelns bei. Die Großeltern öffneten für ihre Enkel die Schatztruhe der Märchen und Sagen.

Von besonderer Behaglichkeit waren die Abende im Advent geprägt. Ruhe kehrte in die Häuser ein und die Menschen stimmten sich auf die herannahende Heilige Nacht ein. Besonders die Herzen der Kleinen waren von der Freude des Wartens auf das Kind in der Krippe erfüllt. In der Schule wurde von den Lehrern ein Programm bestehend aus Liedern und Gedichten für den Christabend vorbereitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging diese Aufgabe an das Pfarrersehepaar über infolge der Verstaatlichung der Schulen.

In unvergesslicher Erinnerung sind vielen Kleinprobstdorfern die von Frau Pfarrer Cornelia Guttner gestalteten andachtsvollen Stunden anlässlich des Weihnachtsabends geblieben. Jeden Montag, 7.45 Uhr, gingen die Schulkinder in der Adventszeit ins Gotteshaus zu einer Morgenandacht, welche der Pfarrer abhielt, wobei er von der Ankunft des Herrn erzählte. Auf dem Pfarrhof begannen die Besprechungen für die Kinderbescherung. Die Verantwortung dafür übernahm die Pfarrfrau gemeinsam mit den Presbyterinnen und den Nachbarmüttern.

Letztere sammelten in ihrer Nachbarschaft Geld für die Geschenke und Zutaten fürs Honiggebäck ein. Bei den „Kuchenfrauen“ in Mediasch bestellte man die Kuchenherzen, vom Markt kaufte man die Äpfel und in den Geschäften wurden Schreibutensilien, Taschentücher und Süßigkeiten besorgt. Am 24. Dezember, um17.00 Uhr versammelten sich die Kinder in der Schule und beim 18.00 Uhr-Läuten ging es in Reih und Glied bis vor die Kirche. An die Spitze der Kinderscharr stellte sich der Pfarrer, gefolgt von den Lehrern und den Frauen, die die „Päckchen“ mit den Gaben in Wäschekörben trugen. In der Zwischenzeit waren die Kerzen am Christbaum von den Kirchenvätern angezündet worden und in der Kirche hatten sehr viele Menschen bis in die letzte Ecke dicht aneinander gedrängt Platz genommen.

Die zahlreich erschienenen Besucher trugen dieses Mal keine Kirchentracht und durften gegen die Regeln der traditionellen Sitzordnung verstoßen. Die vorderen Bänke waren den Müttern mit den Kleinkindern und Säuglingen vorbehalten. Bei der Eröffnung des Festgottesdienstes erhoben sich alle Gemeindeglieder von ihren Plätzen und stimmten in den Choral „Lobt Gott, ihr Christen freuet euch“ ein, während die Kinder die Kirche betraten und sich zu beiden Seiten des Christbaumes aufstellten, wo sie dann die im Vorfeld einstudierten Lieder und Gedichte mit vor Aufregung pochenden Herzen zu Gehör brachten.

Unter den Funken sprühenden Wunderkerzen weiteten sich die Kinderaugen und glänzten zunehmend, als der Pfarrer sich in ihre Mitte begab und ihnen das Geheimnis vom Kind in der Krippe kundtat. Zum feierlichen Rahmen des Gottesdienstes trug der Kirchenchor mit dem Vortrag mehrerer Weihnachtslieder bei und wenn die „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklang, kehrten in jedes junge und alte, in jedes betrübte und rastlose Herz der Frieden und die Zuversicht ein, die der Stern von Bethlehem verkündet. Die Andacht wurde mit der Bescherung der Kinder beendet, die, nachdem sie um den Altar gegangen waren, die für sie vorgesehenen Geschenke ausgeteilt bekamen. Beim Verlassen der Kirche verkündeten die Adjuvanten vom Kirchturm herab das „Puer natus“, das in Kleinprobstdorf vom ersten Weihnachtstag beginnend bis einschließlich Epiphanias in deutscher Fassung vor dem Eingangslied von den Kirchengängern gesungen wurde.

Am ersten Weihnachtstag läuteten 6.00 Uhr früh die Glocken und bis zum Zweiten Weltkrieg spielten die Adjuvanten Weihnachtschoräle vom Turm aus. In den Bauernhäusern war es Sitte in den „Vorderstuben“ das Licht einzuschalten und ein Fenster zu öffnen, als Zeichen dafür, daß man die Weihnachtsbotschaft einließ. Am frühen Vormittag gingen dann die Kinder zu den Paten und Anverwandten „wünschen“, von denen sie Äpfel, Nüsse, Süßigkeiten und etwas Geld erhielten. Zum Gottesdienst stellte sich die Gemeinde in Kirchentracht ein und man begrüßte einander auf dem Weg dahin mit den Worten „Gläcklich Chrästfertach uch de Gesängd“. Der zweite Weihnachtstag war von Geselligkeit bestimmt. Die alljährlichen Theateraufführungen gefolgt von Tanzunterhaltungen führten Alt und Jung in froher Runde zusammen. Wenn am 06. Januar der Christbaum geplündert wurde, nahmen die Schulkinder den „essbaren Weihnachtsschmuck“ als letzten Hauch von Feierlichkeit und Erinnerung mit bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sie aufs Neue auf das „Alle-Jahre-wieder-Mysterium“ warten durften. 

Gertrud Grigori, Lehrerin i.R